Erbschaft Sofortrente: Steuertipps für Erben – So optimieren Sie Ihre Steuerlast
Eine größere Erbschaft ist selten nur ein „Finanzereignis“. Sie ist ein Einschnitt, emotional wie organisatorisch. Und sie bringt fast immer dieselbe Frage mit sich: Wie viel bleibt am Ende wirklich in der Familie? Denn sobald Immobilien, Depots, Rücklagen oder vermietete Objekte im Spiel sind, wird die Erbschaftsteuer schnell zu einem Faktor, der Entscheidungen erzwingt – manchmal sogar ungewollte Verkäufe.
Gleichzeitig wünschen sich viele Vermögensinhaber etwas sehr Bodenständiges: Planbarkeit. Nicht nur für sich selbst im Ruhestand, sondern auch für den Partner, die Kinder oder Enkel – als verlässliches Einkommen, das nicht von Märkten, Timing oder der Frage „Verkaufen wir jetzt?“ abhängt.
Genau an dieser Schnittstelle wird die Sofortrente interessant. Nicht als „Steuertrick“, sondern als seriöser Baustein einer modernen Nachlassplanung: Vermögen strukturieren, laufende Zahlungen schaffen, steuerliche Effekte prüfen – und am Ende eine Erbschaft so aufstellen, dass sie in der Praxis funktioniert.
Dieser Artikel ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Die steuerliche Behandlung einer Erbschaft und die Wirkung einer Sofortrente hängen u. a. von Familienstand, Vermögensstruktur, Vertragsgestaltung, Bezugsrechten und individuellen Umständen ab. Eine verbindliche Beurteilung sollte immer gemeinsam mit Steuerberatung und einer fachkundigen Beratung erfolgen.
Inhalt
- 1) Erbschaftsteuer: Wo in der Praxis der Steuerdruck entsteht
- 2) Familienheim: Steuerfrei – aber nur unter klaren Bedingungen
- 3) Sofortrente: Was sie ist – und warum sie in der Erbschaftsplanung auftaucht
- 4) Kapitalwert statt Einmalbetrag: Der steuerliche Denkfehler vieler Familien
- 5) Drei typische Szenarien aus der Praxis (ohne Schönrechnen)
- 6) Strategie: So wird aus Vermögen ein Plan – statt ein Problem
- 7) Risiken, Grenzen, Fallstricke: Was seriös dazu gehört
- 8) Checkliste: Passt eine Sofortrente in Ihre Erbschaft?
- 9) Nächster Schritt: Sofortrenten-Vergleich & Kurz-Check Ihrer Situation
- 10) FAQ: Die 10 wichtigsten Fragen zu Erbschaft & Sofortrente
Erbschaftsteuer: Wo in der Praxis der Steuerdruck entsteht
Deutschland kennt persönliche Freibeträge, die in vielen Fällen schon einen Teil der Erbschaft abfedern. Ehepartner und Kinder haben deutlich höhere Freibeträge als entfernte Verwandte oder Nichtverwandte. Und dennoch: In der Praxis sehen wir immer wieder, dass Erbschaftsteuer nicht an „Luxusproblemen“ entsteht, sondern an ganz normalen Vermögensbiografien: ein Haus, ein Depot, etwas Rücklage, vielleicht noch eine vermietete Wohnung – und plötzlich ist die Grenze überschritten.
Wichtig ist dabei: Die Erbschaftsteuer ist in Steuerklasse I progressiv. Das heißt: Der Steuersatz steigt mit der Höhe des steuerpflichtigen Erwerbs. Wer seriös plant, rechnet nicht mit einem pauschalen Satz, sondern betrachtet die Staffel. Für die Planung ist aber oft noch wichtiger als der genaue Prozentsatz eine andere Frage: Woher kommt das Geld, um die Steuer zu zahlen?
Denn selbst wenn „nur“ ein mittlerer fünfstelliger Betrag an Steuer entsteht, ist das für viele Erben ein Problem, wenn das Vermögen in Immobilien steckt oder ein Verkauf ungünstig wäre. Der Staat wartet nicht zehn Jahre, bis ein Objekt zum idealen Preis verkauft ist. Die Familie muss handeln.
Drei typische Auslöser für Steuerdruck bei einer Erbschaft:
- Vermietete Immobilien (oder gemischt genutzte Objekte): Sie fallen häufig nicht unter die Familienheim-Befreiung.
- Hohe liquide Vermögen (Depot/Barvermögen): Freibeträge werden überschritten, und genau dieses Vermögen wird steuerlich sichtbar.
- Mehrere Erben: Freibeträge helfen, aber die Vermögensaufteilung wird komplex – und Liquidität muss fair organisiert werden.
Der Punkt ist: Erbschaftsteuer ist selten „überraschend“ – aber häufig ungenügend vorbereitet. Und genau hier kann eine Sofortrente als Planungselement sinnvoll werden: Sie verändert nicht die Realität des Vermögens, aber sie kann die Struktur verändern.
Familienheim: Steuerfrei – aber nur unter klaren Bedingungen
Viele Artikel im Netz verkürzen das Thema Familienheim auf einen Satz: „Das Eigenheim ist steuerfrei.“ Das ist gefährlich – weil es nur dann stimmt, wenn Voraussetzungen erfüllt sind.
Familienheim beim Ehepartner
Beim Ehepartner kann das selbstgenutzte Familienheim im Erbfall grundsätzlich wertunabhängig steuerfrei sein, wenn:
- der Erblasser die Immobilie bis zum Erbfall selbst genutzt hat (oder aus zwingenden Gründen gehindert war, z. B. Pflegeheim),
- der überlebende Ehepartner die Immobilie unverzüglich zur Selbstnutzung bestimmt und tatsächlich selbst nutzt,
- die Selbstnutzung in der Regel zehn Jahre fortgeführt wird (sonst droht rückwirkender Wegfall – Ausnahmen bei zwingenden Gründen).
Familienheim bei Kindern
Bei Kindern gelten zusätzliche Hürden. Häufig sind es genau diese Hürden, die aus einem „steuerfreien Plan“ einen „steuerpflichtigen Fall“ machen:
- Die Wohnfläche ist für die Steuerbefreiung auf 200 m² begrenzt (darüber hinaus kann ein Teil steuerpflichtig sein).
- Das Kind muss zeitnah einziehen und selbst nutzen (berufliche Gründe können problematisch sein).
- Auch hier gilt die Behaltens-/Nutzungslogik über einen längeren Zeitraum, sonst drohen Nachteile.
Und ganz wichtig: Selbst wenn das Familienheim steuerfrei übertragen wird – das gilt typischerweise nur für diese Immobilie.
Depots, Barvermögen, weitere Immobilien (vermietet), Unternehmensanteile: All das bleibt für die Erbschaft steuerlich relevant.
Was Ihnen das Familienheim wirklich bringt
- Bei erfüllten Voraussetzungen kann ein hoher Immobilienwert steuerfrei übertragen werden.
- Das reduziert die Steuerlast der Familie oft spürbar – aber es löst nicht automatisch das Problem bei Depot/Barvermögen.
- Die größte praktische Stärke: Es schützt das Zuhause vor „Steuerverkaufsdruck“ – wenn die Regeln eingehalten werden.
Die häufigsten Fallstricke
- Unterschätzte 10-Jahres-Logik beim Ehepartner (Aufgabe der Nutzung ohne zwingenden Grund kann rückwirkend teuer werden).
- Kinder können oft nicht „einfach einziehen“ (Job, Familie, Standort).
- Gemischt genutzte oder teilweise vermietete Immobilien sind meist nur anteilig begünstigt – oder gar nicht.
Sofortrente: Was sie ist – und warum sie in der Erbschaftsplanung auftaucht
Eine Sofortrente ist im Kern einfach: Einmalbeitrag rein – lebenslange monatliche Rente raus. Der Versicherer kalkuliert mit Lebenserwartung, Kapitalmarktannahmen, Kosten und (je nach Tarif) Garantien. Der große Vorteil aus Sicht vieler Kunden ist nicht „Rendite“, sondern Planbarkeit: eine Zahlung, die kommt – unabhängig davon, ob die Börse gerade euphorisch oder nervös ist.
Warum taucht die Sofortrente nun im Kontext Erbschaft auf?
Weil Nachlassplanung nicht nur bedeutet, „wer bekommt was“, sondern auch:
- Wer braucht wann Liquidität?
- Wie kann man Steuerzahlungen vermeiden, die nur durch fehlende Struktur entstehen?
- Wie macht man aus Vermögen Einkommen – für Partner/Kinder – ohne Verkaufsdruck?
Und hier kann die Sofortrente eine Doppelrolle übernehmen:
- Versorgungsbaustein (für den Ruhestand oder den überlebenden Ehepartner)
- Strukturbaustein (für die steuerliche Bewertung und die Nachlasslogik – immer abhängig von Details)
Wichtig: Seriöse Beratung verspricht nicht „Steuerfreiheit“. Sie prüft, ob die Sofortrente in Ihrer konkreten Situation einen messbaren Vorteil liefern kann: weniger Steuerstress, bessere Einkommensplanung, klarere Vermögensstruktur.
Kapitalwert statt Einmalbetrag: Der steuerliche Denkfehler vieler Familien
Viele Menschen denken bei der Erbschaft in Einmalbeträgen: „300.000 Euro Depot“ oder „400.000 Euro Rücklage“. Bei Rentenrechten funktioniert die Bewertung jedoch anders. Für steuerliche Zwecke wird bei Renten häufig ein Kapitalwert nach Bewertungsvorschriften ermittelt. Dieser Kapitalwert kann – je nach Alter und Ausgestaltung – unter dem ursprünglich eingezahlten Betrag liegen.
Genau hier entsteht der Ansatzpunkt: Wird ein Teil des Vermögens in eine Sofortrente umgewandelt, kann sich die steuerliche Bewertung im Erbfall anders darstellen als bei unverändertem Cash/Depot. Das ist keine „Lücke“, sondern Systemlogik: Renten sind keine frei verfügbaren Einmalbeträge, sondern Zahlungsversprechen über die Zeit.
Aber: Ob und in welchem Umfang sich daraus ein Vorteil ergibt, hängt von Faktoren ab, die man nicht pauschal raten darf: Alter, Vertragsbedingungen, Hinterbliebenenregelung, Bezugsrechte, Liquiditätsoptionen, Gesamtvermögen, Erbenstruktur. Deshalb arbeiten seriöse Konzepte mit Modellrechnungen und einem Vergleich der Varianten.
| Vermögensform | Typische Wirkung in der Erbschaft | Praktischer Effekt für die Familie |
|---|---|---|
| Barvermögen / Depot | Wert ist direkt sichtbar; Freibeträge werden schnell überschritten | Steuer muss oft kurzfristig organisiert werden; ggf. Verkauf/Entnahme nötig |
| Familienheim (selbst genutzt) | Kann steuerfrei sein – aber nur unter Bedingungen (Nutzung/Fristen) | Schützt das Zuhause – löst aber nicht automatisch Depot-/Cash-Steuer |
| Sofortrente | Bewertung über Kapitalwert (abhängig von Alter/Vertrag) | Kann Struktur schaffen und laufendes Einkommen sichern; steuerliche Effekte sind prüfbar, aber nicht garantiert |
Drei typische Szenarien aus der Praxis (ohne Schönrechnen)
Damit der Nutzen greifbar wird, schauen wir auf drei Konstellationen, die in der Beratung häufig vorkommen. Wichtig: Die folgenden Beispiele sind vereinfachte Modellfälle. Sie ersetzen keine individuelle Berechnung und keine steuerliche Prüfung. Sie zeigen aber, wo eine Sofortrente in einer Erbschaft-Planung sinnvoll wirken kann.
Szenario A: Familienheim ist steuerfrei – aber Depot/Barvermögen sprengt den Rahmen
Ein Ehepaar besitzt ein selbst genutztes Eigenheim, das voraussichtlich als Familienheim steuerfrei übergehen kann.
Zusätzlich existiert ein großes Depot und Barvermögen. Der Fokus der Familie liegt auf zwei Zielen:
- Der überlebende Ehepartner soll lebenslang gut abgesichert sein.
- Die Erbschaftsteuer soll nicht zu einem Verkauf von Depotpositionen im falschen Zeitpunkt zwingen.
In solchen Fällen ist eine Sofortrente häufig ein ernstzunehmender Baustein, weil sie:
- laufendes Einkommen schafft (Planbarkeit für den Ehepartner),
- Vermögen strukturiert (aus „Kapitalklotz“ wird „Zahlungsstrom“),
- steuerliche Auswirkungen über Kapitalwertlogik prüfbar macht.
Die zentrale Frage lautet dann nicht „Sofortrente ja/nein“, sondern:
Wie viel Vermögen sollte man verrenten, um die gewünschte Rente zu erreichen – ohne die Liquidität der Familie zu gefährden?
Und welche Hinterbliebenen-Option passt, damit das Konzept auch im Todesfall sinnvoll bleibt?
Szenario B: Vermietete Immobilie + Rücklagen – Erben brauchen Liquidität
Vermietete Immobilien sind in der Erbschaft oft das Kernproblem: Sie haben Wert, aber die Steuer wird nicht in Mieteinnahmen „mitgeliefert“. Viele Erben stehen vor der Wahl: verkaufen, beleihen oder aus Rücklagen zahlen.
Eine Sofortrente kann in dieser Konstellation ein Vorteil sein, wenn sie gezielt aus Liquidität gespeist wird, die ohnehin vorhanden ist: Statt „Cash liegt rum“ entsteht ein planbares Einkommen für den Ehepartner oder eine Rentengarantiezeit für die Familie. Gleichzeitig kann sich die steuerliche Bewertung anders darstellen als bei unverändertem Barvermögen.
Wichtig ist hier die saubere Abstimmung: Wenn die Familie die Immobilie behalten will, muss die Steuerzahlung planbar sein. Eine Sofortrente kann helfen, zusätzliche monatliche Liquidität zu schaffen, um z. B. eine Finanzierung tragfähig zu machen oder den Druck zu reduzieren, kurzfristig zu verkaufen.
Szenario C: Kinder können nicht einziehen – Familienheim-Befreiung fällt weg oder wird unsicher
Viele Eltern gehen davon aus, dass das Haus „eh steuerfrei“ an die Kinder geht. In der Praxis klappt das oft nicht. Denn die Kinder leben heute häufig in anderen Städten, haben eigene Familien, Jobs – und können nicht „unverzüglich“ einziehen. Damit wird aus dem vermeintlich einfachen Erbfall eine steuerlich relevante Erbschaft.
In solchen Fällen lohnt sich eine ehrliche Bestandsaufnahme: Was ist der realistische Plan mit der Immobilie? Behalten, vermieten, verkaufen, später umziehen? Je nach Antwort kann eine Sofortrente aus vorhandenem Kapital zum Sicherheitsanker werden: Sie sichert den Eltern Ruhestandseinkommen und strukturiert Vermögen so,
dass spätere Steuer- und Liquiditätsfragen nicht die ganze Familie überrollen.
Die beste Erbschaftsplanung vermeidet nicht nur Steuern – sie vermeidet vor allem Entscheidungen unter Zeitdruck. Genau hier kann eine Sofortrente, richtig geplant, echten Nutzen bringen.
Strategie: So wird aus Vermögen ein Plan – statt ein Problem
Eine seriöse, verkaufsorientierte (aber nicht marktschreierische) Strategie folgt einem klaren Vorgehen. Wenn Sie Leser wirklich abholen wollen, braucht es keine Schlagworte, sondern Prozess:
Schritt 1: Vermögensinventur – die ehrliche Bestandsaufnahme
Welche Vermögenswerte sind vorhanden? Eigenheim, weitere Immobilien, Depot, Barvermögen, Versicherungen, ggf. Unternehmensanteile. Und: Wer soll was bekommen? Ohne diese Klarheit ist jede Aussage zur Erbschaftsteuer nur Raten.
Schritt 2: Familienheim prüfen – ja oder nein?
Ist es tatsächlich ein Familienheim im Sinne der Regelung? Wird der Ehepartner es weiter nutzen? Können Kinder einziehen? Gibt es Teilvermietung oder gemischte Nutzung? Hier entstehen die größten Irrtümer – und die größten Überraschungen.
Schritt 3: Liquidität planen – wie wird Steuer bezahlt, ohne Vermögen zu zerstören?
Erbschaftsteuer ist in vielen Fällen kein „Vermögensproblem“, sondern ein Liquiditätsproblem. Eine Sofortrente kann hier eine Rolle spielen, weil sie aus Vermögen laufende Einnahmen macht.
Schritt 4: Sofortrente gezielt dimensionieren – nicht alles verrenten
Die häufigste Fehlentscheidung ist „zu viel auf einmal“. Eine gute Sofortrenten-Lösung orientiert sich an:
- gewünschter Zusatzrente (monatlich),
- notwendiger Liquiditätsreserve,
- Hinterbliebenenabsicherung (Rentengarantiezeit / Hinterbliebenenrente / ggf. Kapitaloptionen),
- Risiko- und Sicherheitswunsch der Familie.
Schritt 5: Anbieter vergleichen – Unterschiede sind real
Sofortrente ist nicht gleich Sofortrente. Unterschiedliche Anbieter kalkulieren unterschiedlich, Überschussbeteiligungen, Optionsrechte und Kostenstrukturen variieren. Für den Nutzen in der Erbschaft zählt am Ende:
- Wie hoch ist die garantierte Rente?
- Wie stabil sind die Überschüsse historisch?
- Welche Hinterbliebenen-/Garantielogik passt?
- Gibt es vertragliche Liquiditätsoptionen – und wie wirken sie?
Warum viele Familien die Sofortrente in der Erbschaftsplanung mögen
- Planbarkeit: Monatliche Rente statt „Kapitalbrocken“ – das beruhigt viele Entscheidungen.
- Sicherheit: Garantien + laufendes Einkommen können Marktrisiken reduzieren.
- Struktur: Vermögen wird in einen Zahlungsstrom übersetzt – das kann Liquiditätsdruck abfedern.
- Optionen: Rentengarantiezeit/Hinterbliebenenabsicherung/Liquiditätsbausteine je nach Tarif möglich.
Was man nicht wegdiskutieren darf
- Kapitalbindung: Je nach Tarif ist das Geld nicht wie ein Tagesgeldkonto verfügbar.
- Vertrag zählt: Steuerliche Wirkungen sind nicht pauschal; Details entscheiden.
- Inflation: Fixe Renten müssen zur Lebensplanung passen; Dynamiken/Optionen prüfen.
- Vergleich nötig: Ohne Marktvergleich verschenkt man oft Rente oder Flexibilität.
Risiken, Grenzen, Fallstricke: Was seriös dazu gehört
Ein Artikel, der nur Vorteile aufzählt, wirkt wie Werbung. Ein Artikel, der Risiken erklärt, wirkt wie ein Magazintext – und verkauft am Ende besser, weil er Vertrauen aufbaut. Hier sind die zentralen Punkte, die Sie klar benennen sollten:
1) Keine pauschalen Steuerversprechen
Eine Sofortrente kann steuerlich günstig wirken – muss es aber nicht in jeder Konstellation. Wer hier pauschal „Erbschaftsteuer sparen“ verspricht, ist angreifbar. Seriös ist: „Potenziale prüfen, Varianten vergleichen, individuell rechnen.“
2) Familienheim wird oft falsch eingeschätzt
Die größte Fehlerquelle in der Erbschaft ist die Annahme, das Eigenheim sei automatisch steuerfrei. Es ist an Bedingungen geknüpft. Wer das ignoriert, plant auf Sand.
3) Liquiditätsoptionen sind tarifabhängig
Ja, es gibt Sofortrenten-Modelle mit vertraglichen Liquiditätsbausteinen. Aber sie sind nicht standardisiert. Mehr Flexibilität kann die Rente beeinflussen. Das muss offen kommuniziert und gerechnet werden.
4) Überschüsse sind nicht garantiert
Wenn Sie „Gesamtverzinsung“ erwähnen (z. B. aktuell häufig über 3 %), müssen Sie klar sagen: Es gibt garantierte Bestandteile und nicht garantierte Überschüsse. Sonst entsteht der Eindruck eines Renditeversprechens.
8) Checkliste: Passt eine Sofortrente in Ihre Erbschaft?
Nutzen Sie diese Checkliste als schnelle Vorprüfung. Je mehr Punkte Sie mit „Ja“ beantworten, desto eher lohnt sich ein Vergleich und eine individuelle Rechnung.
- ☐ Wir erwarten eine größere Erbschaft (Immobilien/Depot/Barvermögen).
- ☐ Freibeträge (Ehepartner/Kinder) könnten überschritten werden.
- ☐ Es gibt vermietete Immobilien oder gemischte Nutzung.
- ☐ Die Familie will Verkäufe unter Zeitdruck vermeiden.
- ☐ Es besteht der Wunsch nach planbarem Einkommen (für Ehepartner/Kinder).
- ☐ Wir wollen Sicherheit höher gewichten als maximale Rendite.
- ☐ Wir sind offen für eine Lösung mit Garantien und klaren Regeln.
- ☐ Wir möchten steuerliche Wirkungen seriös prüfen (ohne Versprechen).
- ☐ Wir möchten Angebote mehrerer Anbieter vergleichen.
9) Nächster Schritt: Sofortrenten-Vergleich & Kurz-Check Ihrer Situation
Wenn Sie Ihre Erbschaft sauber planen wollen, reicht Lesen nicht – Sie brauchen Zahlen.
Der entscheidende Schritt ist ein strukturierter Vergleich: Was passiert ohne Sofortrente? Und was ändert sich, wenn ein Teil des Vermögens in eine Sofortrente umgewandelt wird – inklusive Hinterbliebenenabsicherung und der für Sie passenden Flexibilität?
Wenn Sie möchten, erstellen wir für Sie eine kompakte, verständliche Gegenüberstellung:
- Vermögensübersicht & mögliche Erbschaftsteuer-Risiken (Modellrechnung)
- Vergleich mehrerer Sofortrenten-Anbieter (Rente, Garantien, Optionen)
- Abgleich Ihrer Ziele: Sicherheit, Liquidität, Hinterbliebenenschutz
Ergebnis: Sie sehen schwarz auf weiß, ob eine Sofortrente in Ihrer Erbschaftsplanung echten Nutzen stiftet – oder ob eine andere Struktur sinnvoller ist.
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10) FAQ: Die 10 wichtigsten Fragen zu Erbschaft & Sofortrente
1) Spart eine Sofortrente automatisch Erbschaftsteuer?
Nein. Eine Sofortrente ist kein automatisches Steuersparmodell. Sie kann steuerliche Effekte haben, weil Rentenrechte häufig über einen Kapitalwert bewertet werden. Ob daraus ein Vorteil entsteht, hängt von Alter, Vertragsgestaltung, Bezugsrechten und der gesamten Erbschaft-Struktur ab.
2) Was ist der wichtigste Vorteil einer Sofortrente im Erbkontext?
In der Praxis ist es oft die Planbarkeit: Aus Vermögen wird ein verlässlicher Zahlungsstrom. Das kann Liquiditätsdruck reduzieren und Entscheidungen entkrampfen – gerade wenn Steuerzahlungen organisiert werden müssen.
3) Kann eine Sofortrente an Ehepartner oder Kinder „weitergegeben“ werden?
Das hängt vom Tarif ab. Häufig wird die Absicherung über Rentengarantiezeiten oder Hinterbliebenenleistungen geregelt. Welche Option sinnvoll ist, hängt davon ab, ob Sie eher „maximale Rente“ oder „maximalen Schutz“ priorisieren.
4) Was bedeutet „Familienheim steuerfrei“ wirklich?
„Steuerfrei“ gilt nur unter Bedingungen: Selbstnutzung durch den Erblasser, unverzügliche Selbstnutzung durch den Erwerber und Einhaltung der Nutzungs-/Fristenlogik. Bei Kindern kommen zusätzliche Hürden (z. B. 200 m²) hinzu.
5) Gibt es Sofortrenten mit Kapitalverfügbarkeit?
Es gibt Tarife mit vertraglichen Liquiditätsoptionen oder Kapitalbausteinen. Wichtig: Das ist tarifabhängig und kann die Rentenhöhe beeinflussen. Daher immer vergleichen und rechnen – nicht pauschal annehmen.
6) Wie sicher ist die Rente bei einer Sofortrente?
Es gibt garantierte Rentenbestandteile. Darüber hinaus können Überschüsse hinzukommen, die nicht garantiert sind. Die genaue Mischung hängt vom Anbieter und Tarif ab. Für viele Familien zählt die garantierte Basis als Sicherheitsanker.
7) Ist eine Sofortrente besser als ein Depot, das vererbt wird?
Das ist keine Entweder-oder-Frage. Ein Depot bietet Flexibilität und Renditechancen, eine Sofortrente bietet Planbarkeit und Garantien. In vielen Fällen ist eine Kombination sinnvoll: ein Teil als planbare Rente, ein Teil flexibel investiert.
8) Wann lohnt sich ein Sofortrenten-Vergleich besonders?
Wenn (a) die Freibeträge voraussichtlich überschritten werden, (b) eine vermietete Immobilie im Nachlass ist, (c) Liquidität für Steuer/Erbauseinandersetzung geplant werden muss oder (d) Sie für Ihren Ehepartner eine sichere Zusatzrente möchten.
9) Wie läuft eine seriöse Beratung ab?
Seriös heißt: Vermögensinventur, Prüfung Familienheim, Modellrechnung Steuer/Liquidität, dann Vergleich mehrerer Anbieter, und erst dann eine Empfehlung. Ohne diese Schritte ist es keine Planung, sondern Produktverkauf.
10) Wie schnell beginnt die Auszahlung bei einer Sofortrente?
In der Regel beginnt die Rente zeitnah nach Vertragsabschluss (je nach Tarif/Abwicklung). Die konkrete Startlogik wird im Angebot festgelegt.
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