Kurz erklärt
Was berechnet ein Entnahmeplan mit Kapitalverzehr?
Die Berechnung eines Entnahmeplans mit Kapitalverzehr ermittelt eine gleichbleibende monatliche Auszahlung, die aus Erträgen und einem planmäßigen Verbrauch des Anlagekapitals finanziert wird. Im mathematischen Modell sinkt das Kapital bis zum Ende der gewählten Laufzeit auf null Euro. Das Ergebnis ist eine Orientierung und keine garantierte Auszahlung.
Kostenloses Rechentool
Berechnung Entnahmeplan Kapitalverzehr
Tragen Sie Ihre eigenen Werte ein. Der Rechner zieht die laufenden Gesamtkosten von der angenommenen Bruttorendite ab und berechnet anschließend mit der Annuitätenformel eine konstante modellhafte Monatsentnahme für die gewählte Laufzeit. Es werden bewusst keine Werte vorausgefüllt.
Ihr Ergebnis
Noch keine Berechnung
Geben Sie Anlagebetrag, Laufzeit, angenommene Bruttorendite und laufende Gesamtkosten ein. Danach zeigt der Rechner die modellierte Entnahme vor Steuern.
Modellierte Entnahme vor Steuern
Ergebnis bei geplantem Kapitalverzehr
Wichtig: Das Modell unterstellt eine gleichmäßige Nettorendite. Steuern, Inflation, schwankende Kurse und Transaktionskosten sind nicht eingerechnet. Das Ergebnis ist keine Auszahlungs- oder Renditezusage.
Transparent gerechnet
So funktioniert die Berechnung mit Kapitalverzehr
Der Rechner verwendet die finanzmathematische Annuitätenformel. Zunächst wird aus Bruttorendite und laufenden Kosten eine modellhafte Nettorendite gebildet. Diese Jahresrendite wird in einen äquivalenten Monatszins umgerechnet. Aus Monatszins, Anzahl der Monate und Anlagebetrag ergibt sich eine konstante Monatszahlung.
Nettorendite = Bruttorendite − laufende Kosten
Monatszins = (1 + Nettorendite)1/12 − 1
Monatsentnahme = Kapital × Monatszins ÷ [1 − (1 + Monatszins)−Monate]
Werte selbst festlegen
Sie bestimmen Anlagebetrag, Laufzeit, Bruttorendite und laufende Kosten. Es gibt bewusst keine vorgefüllten Standardannahmen.
Konstante Rate berechnen
Das Modell unterstellt eine gleichmäßige Rendite und eine gleichbleibende monatliche Entnahme über die gesamte Laufzeit.
Realität regelmäßig prüfen
Da Kapitalmärkte nicht gleichmäßig verlaufen, sollten Entnahmerate, Depotwert und Restlaufzeit regelmäßig neu abgeglichen werden.
Die Berechnung erfolgt vor persönlicher Besteuerung. Sie berücksichtigt keine Einmalentnahmen, Transaktionskosten, Ausgabeaufschläge oder spätere Änderungen der Entnahmerate.
Modellbeispiel
Wie viel Entnahme sind bei 100.000 Euro möglich?
Die folgende Beispielrechnung zeigt, wie stark die angenommene Rendite die mögliche Monatsentnahme beeinflusst. Unterstellt werden 100.000 Euro Anlagebetrag, 20 Jahre Laufzeit und 0,7 Prozent laufende Kosten pro Jahr. Die Werte sind rechnerische Szenarien und keine Renditeprognosen.
| Bruttorendite | Nettorendite | Monatsentnahme | Jahresentnahme |
|---|---|---|---|
| 3,0 % p. a. | 2,3 % p. a. | 519,06 € | 6.228,78 € |
| 5,0 % p. a. | 4,3 % p. a. | 617,50 € | 7.410,04 € |
| 7,0 % p. a. | 6,3 % p. a. | 723,67 € | 8.684,00 € |
Bei null Prozent Nettorendite würden 100.000 Euro über 240 Monate rechnerisch eine Monatsentnahme von 416,67 Euro ermöglichen. In allen Szenarien beträgt das modellierte Restkapital nach 20 Jahren null Euro.
Strategie richtig einordnen
Kapitalverzehr oder Kapitalerhaltung?
Entnahmeplan mit Kapitalverzehr
Die Auszahlung setzt sich aus Erträgen und Kapitalrückzahlung zusammen. Dadurch fällt die modellhafte Rate höher aus. Gleichzeitig wird das Vermögen über die gewählte Laufzeit vollständig verbraucht.
Typische Zielsetzung: Das vorhandene Kapital soll während eines bestimmten Zeitraums planvoll als Einkommen dienen.
Entnahmeplan mit Kapitalerhaltung
Modellhaft wird nur die nach laufenden Kosten verbleibende Rendite entnommen. Das nominale Startkapital soll bestehen bleiben; real kann seine Kaufkraft durch Inflation dennoch sinken.
Wichtig: Ein Kapitalverzehrplan ist keine lebenslange Rentengarantie. Wer eine Zahlung bis zum Lebensende benötigt, sollte zusätzlich eine Sofortrente oder eine Kombination verschiedener Bausteine prüfen.
Modell und Wirklichkeit
Warum der tatsächliche Verlauf abweichen kann
Die Berechnung des Entnahmeplans mit Kapitalverzehr arbeitet mit einer gleichmäßigen Rendite. In einem realen Depot entstehen Gewinne und Verluste jedoch in wechselnder Reihenfolge. Diese Reihenfolge ist während der Entnahme besonders wichtig, weil nach Verlusten möglicherweise Fondsanteile zu ungünstigen Kursen verkauft werden müssen.
Reihenfolgerisiko
Starke Kursverluste zu Beginn der Auszahlungsphase können die Kapitalbasis dauerhaft schwächen. Eine später gute Durchschnittsrendite gleicht früh verkaufte Anteile nicht automatisch aus.
Kosten und Steuern
Höhere laufende Kosten reduzieren die Nettorendite. Steuern mindern den tatsächlich verfügbaren Zahlbetrag und werden im Rechner nicht pauschal simuliert.
Inflation und Lebensdauer
Eine konstante Monatsrate verliert langfristig Kaufkraft. Außerdem kann eine fest gewählte Laufzeit kürzer sein als der persönliche Einkommensbedarf.
Praktische Steuerungsregeln
- Entnahmerate und Depotwert mindestens einmal jährlich prüfen.
- Mehrere Renditeszenarien statt nur eines optimistischen Wertes vergleichen.
- Eine Liquiditätsreserve für planbare Ausgaben außerhalb des Depots halten.
- Bei deutlichen Abweichungen Laufzeit, Rate oder Anlageaufteilung anpassen.
Kurzüberblick
Steuern beim Entnahmeplan mit Kapitalverzehr
Eine Auszahlung aus einem Fondsdepot ist steuerlich nicht automatisch vollständig ein Ertrag. Relevant können unter anderem Ausschüttungen, Vorabpauschalen und beim Verkauf realisierte Gewinne sein. Anschaffungskosten, Sparer-Pauschbetrag, Teilfreistellung und die persönliche Kirchensteuer beeinflussen die konkrete Belastung.
Der Rechner zeigt deshalb bewusst eine Brutto-Modellrechnung vor persönlicher Besteuerung. Eine pauschale Nettorate wäre ohne Kenntnis der Depotdaten nicht belastbar.
Steuern beim Entnahmeplan ausführlich erklärenEntscheidungshilfe
Für wen kann ein Kapitalverzehrplan geeignet sein?
Kann passen, wenn …
- Kapital über eine definierte Zeit als Zusatzeinkommen dienen soll.
- flexible Änderungen und Zugriff auf das Restvermögen wichtig sind.
- Wertschwankungen akzeptiert und regelmäßig überprüft werden können.
- keine vollständige lebenslange Garantie aus diesem Baustein erforderlich ist.
Sollte kritisch geprüft werden, wenn …
- die Auszahlung unabhängig von Kapitalmärkten garantiert sein muss.
- das Vermögen vollständig für Erben erhalten bleiben soll.
- keine Reserve für schwache Marktphasen vorhanden ist.
- die gewählte Laufzeit den möglichen Einkommensbedarf unterschätzt.
Berechnung professionell einordnen lassen
Nach Ihrer Modellrechnung können Sie direkt das Angebotsformular öffnen. Die berechneten Werte werden dabei automatisch dokumentiert.
Häufige Fragen
FAQ zur Berechnung Entnahmeplan Kapitalverzehr
Wie wird ein Entnahmeplan mit Kapitalverzehr berechnet?
Der Rechner verwendet die Annuitätenformel. Anlagebetrag, gewünschte Laufzeit und die nach Kosten verbleibende Rendite bestimmen die konstante modellhafte Monatsentnahme. Am Ende der Laufzeit beträgt das Kapital im gleichmäßigen Rechenmodell null Euro.
Was bedeutet Kapitalverzehr beim Entnahmeplan?
Kapitalverzehr bedeutet, dass die Auszahlungen nicht nur aus Erträgen stammen. Auch Teile des angelegten Vermögens werden planmäßig entnommen. Dadurch kann die Monatsauszahlung höher sein als bei einer reinen Kapitalerhaltungsstrategie.
Ist die berechnete Auszahlung garantiert?
Nein. Das Ergebnis ist eine Modellrechnung mit gleichmäßiger Rendite. Tatsächliche Fonds- und Wertpapiererträge schwanken; besonders Verluste zu Beginn können die Haltbarkeit des Kapitals verkürzen.
Welche Rendite soll ich im Rechner eintragen?
Tragen Sie eine nachvollziehbare Bruttorendite vor den separat erfassten laufenden Kosten ein. Eine Renditeannahme ist keine Prognose oder Garantie. Für Entscheidungen sollten mehrere Szenarien betrachtet werden.
Berücksichtigt der Rechner Kosten?
Ja. Die eingegebenen laufenden Kosten werden von der angenommenen Bruttorendite abgezogen. Einmalige Kosten, Steuern und individuelle Transaktionskosten sind nicht automatisch berücksichtigt.
Berücksichtigt die Berechnung Steuern?
Nein. Der Rechner zeigt Werte vor persönlicher Besteuerung. Bei Fonds können unter anderem Ausschüttungen, Vorabpauschalen und realisierte Gewinne steuerlich relevant sein. Die konkrete Wirkung hängt vom Depot und der persönlichen Situation ab.
Was passiert bei null Prozent Nettorendite?
Bei null Prozent Nettorendite wird das Kapital gleichmäßig auf alle Monate der Laufzeit verteilt. Bei 100.000 Euro und 20 Jahren wären das vor Steuern 416,67 Euro monatlich.
Kann das Kapital früher aufgebraucht sein?
Ja. Schwankende Renditen, höhere Kosten, Steuern, zusätzliche Entnahmen und eine ungünstige Reihenfolge von Gewinnen und Verlusten können dazu führen, dass das Kapital früher endet als im Modell.
Was ist der Unterschied zur Kapitalerhaltung?
Beim Kapitalverzehr wird das Vermögen über eine festgelegte Laufzeit planmäßig reduziert. Bei der Kapitalerhaltung wird modellhaft nur die nach Kosten verbleibende Rendite entnommen, damit der nominale Anlagebetrag bestehen bleibt.
Kann ich zu meiner Berechnung ein Angebot anfordern?
Ja. Nach der Berechnung kann das Angebotsformular geöffnet werden. Anlagebetrag, Laufzeit, Rendite, Kosten und Ergebnis werden automatisch in ein verborgenes Formularfeld übernommen und gemeinsam mit den Kontaktdaten übermittelt.
Transparenz
Methodik, Quellen und Aktualität
Redaktion: Finanzmanager24
Aktualisiert: 23. Juli 2026
Die Rechenergebnisse entstehen ausschließlich aus den vom Nutzer eingegebenen Werten und der dargestellten Annuitätenformel. Allgemeine Risikohinweise zu Wertpapierfonds orientieren sich an den Verbraucherinformationen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.
- BaFin: Verbraucherinformationen zu Wertpapierfonds
- Vergleich-Sofortrente.de: Steuern beim Entnahmeplan
- Vergleich-Sofortrente.de: Einführung in den Entnahmeplan
Die Inhalte sind allgemeine Informationen und ersetzen keine individuelle Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.