Kurz erklärt
Was ist ein Entnahmeplan?
Ein Entnahmeplan zahlt Ihnen regelmäßig Geld aus einem investierten Depot aus, während der Rest im Kapitalmarkt investiert bleibt. Das gibt Ihnen Flexibilität, die eine klassische Rente nicht bietet – im Gegenzug übernehmen Sie selbst das Risiko, dass es keine garantierte Rendite und keine automatische lebenslange Zahlung gibt.
Grundlagen
Wie funktionieren Entnahmeplan und Auszahlplan?
In der Praxis werden Entnahmeplan und Auszahlplan oft in einem Atemzug genannt – als wären sie dasselbe. Sind sie nicht ganz. Die Frage, die wirklich zählt: Bleibt Ihr Geld am Kapitalmarkt investiert, oder liegt es fest bei einer Bank? Beim Fonds- oder ETF-Entnahmeplan bleibt das Restvermögen im Depot – Chancen inklusive, Schwankungen auch. Der klassische Bankauszahlplan läuft dagegen nach fester Laufzeit und vereinbarter Verzinsung, ohne Überraschungen, aber eben auch ohne Renditechancen. Und die Sofortrente geht noch einen Schritt weiter: Hier übertragen Sie Ihr Kapital an einen Versicherer, der Ihnen dafür eine lebenslange Rente garantieren kann.
Bevor der erste Euro fließt, klären Sie vier Dinge: Wie viel Kapital steht zur Verfügung, wie lange soll die Auszahlung laufen, wie viel Risiko können und wollen Sie tragen, und wie viel Liquidität brauchen Sie zwischendurch. Erst danach wird die eigentliche Auszahlung eingerichtet – monatlich oder in einem anderen Rhythmus. Läuft es an den Märkten gut, verlängert das entweder die Laufzeit oder erhöht die mögliche Rate. Läuft es schlecht, ziehen Kosten, Steuern und Kursverluste in die andere Richtung.
Woher kommt das Geld für die laufende Zahlung? Aus Ausschüttungen, aus dem Guthaben auf dem Verrechnungskonto – und wenn das nicht reicht, aus dem Verkauf von Fonds- oder ETF-Anteilen. Genau hier liegt eine Tücke, die oft unterschätzt wird: Bei gefallenen Kursen brauchen Sie für denselben Auszahlungsbetrag mehr Anteile als bei hohen Kursen. Verkaufen Sie also ausgerechnet in einer schwachen Marktphase überdurchschnittlich viele Anteile, fehlt dieses Kapital später für die Erholung. Fachleute nennen das Reihenfolgerisiko, und es ist einer der Hauptgründe, warum ein Entnahmeplan mehr Pflege braucht als eine einmal eingerichtete Rente. Eine Liquiditätsreserve, klare Regeln für schlechte Börsenjahre und ein regelmäßiges Rebalancing helfen dabei – ebenso wie der jährliche Check, ob Auszahlung, Laufzeit und Risikostruktur noch zusammenpassen. Manchmal ist es sogar sinnvoll, die Entnahme zeitweise zu senken oder auszusetzen, um das Depot zu schonen; eine Garantie für den Kapitalerhalt gibt das trotzdem nicht. Und nicht vergessen: Eine Zahlung, die nominal gleich bleibt, kauft durch die Inflation von Jahr zu Jahr weniger.
Wer sich zunächst nur mit dem Grundprinzip vertraut machen möchte, findet in unserer Einführung in den Entnahmeplan eine kompakte Übersicht ohne Produktvergleich.
Das Finanzmanager24-Modell
Flexibel entnehmen, Restkapital im persönlichen Depot halten
Wir haben unseren Entnahmeplan bewusst als Gegenentwurf zur starren Sofortrente konzipiert: kapitalmarktbasiert und anpassbar. Die Entnahme lässt sich laut Angebot während der Laufzeit verändern oder pausieren, Teil- und Vollentnahmen sind kostenfrei möglich. Das zahlt sich vor allem dann aus, wenn sich Lebenssituation, Ausgaben oder andere Einkünfte im Ruhestand ändern – und das tun sie erfahrungsgemäß öfter, als viele beim Vertragsabschluss annehmen.
Entnahme anpassbar
Die regelmäßige Auszahlung kann geändert oder pausiert werden. Eine niedrigere Entnahme kann das Depot in schwachen Marktphasen entlasten.
Kapital verfügbar
Teil- und Vollentnahmen sind laut Angebot kostenfrei möglich. Jede zusätzliche Entnahme reduziert jedoch das investierte Vermögen und kann die künftige Auszahlung verkürzen.
Restkapital vererbbar
Im Todesfall geht das zu diesem Zeitpunkt noch vorhandene Depotvermögen an die Erben über. Eine bestimmte Erbsumme oder der Erhalt des ursprünglichen Kapitals ist nicht garantiert.
Separat berechnen
Entnahmeplan-Rechner für Kapitalverzehr oder Kapitalerhalt
Bewusst zeigen wir hier nur ein transparentes Standardbeispiel – für Ihre eigenen Zahlen gibt es eigene Rechnerseiten, auf denen Sie Anlagebetrag, Laufzeit und Renditeannahme selbst verändern können. Auch dort bleibt jedes Ergebnis eine Modellrechnung, keine Rendite-, Auszahlungs- oder Steuerzusage.
Hinweis: Die bestehenden Rechnerseiten werden separat modernisiert. Bis dahin sind ihre Ergebnisse als vereinfachte Orientierung zu verstehen.
Modellrechnung
Wie viel Entnahme sind bei 100.000 Euro möglich?
Rund 518, 616 oder 721 Euro im Monat – je nachdem, welche Rendite Sie ansetzen. Bei 20 Jahren Laufzeit und vollständigem modelliertem Kapitalverzehr zeigt sich an diesen drei Szenarien, wie stark eine einzige Annahme das Ergebnis verändert. Was die Zahlen nicht zeigen: welche Rendite tatsächlich eintritt. Das weiß niemand im Voraus.
Auf kleinen Bildschirmen Tabelle seitlich wischen
| Szenario | Bruttomodellrendite p. a. | Modellrendite nach Kosten p. a. | Monatliche Entnahme | Summe der Entnahmen |
|---|---|---|---|---|
| Konservatives Szenario | 3,0 % | 2,28 % | 518,31 € | 124.394,45 € |
| Moderates Szenario | 5,0 % | 4,27 % | 615,97 € | 147.833,33 € |
| Chancenorientiertes Szenario | 7,0 % | 6,26 % | 721,27 € | 173.103,97 € |
Berechnung mit Auszahlung jeweils am Monatsende. Die laufenden Kosten von 0,7 Prozent pro Jahr setzen sich im Modell aus 0,5 Prozent Serviceentgelt und rund 0,2 Prozent Produktkosten zusammen. Steuern und Inflation sind in dieser vereinfachten Tabelle nicht abgezogen. Reale Marktverläufe schwanken und können das Kapital früher oder später aufzehren. Rundungsdifferenzen sind möglich.
Entnahmeplan-Vergleich
Entnahmeplan, Sofortrente oder Bankauszahlplan?
Eine ehrliche Antwort vorab: Keines der drei Modelle ist grundsätzlich das bessere. Der Entnahmeplan punktet mit Flexibilität und einem Restkapital, über das Sie weiter verfügen. Die Sofortrente punktet mit einer möglichen lebenslangen Garantie. Der Bankauszahlplan punktet mit Planbarkeit über eine feste Laufzeit. Was für Sie passt, hängt von ziemlich persönlichen Faktoren ab – Sicherheitsbedürfnis, Zeithorizont, Vermögenshöhe, Erbschaftswunsch und wie viel Risiko Sie tatsächlich schlafen lässt.
Auf kleinen Bildschirmen Tabelle seitlich wischen
| Kriterium | Fonds-/ETF-Entnahmeplan | Sofortrente | Bankauszahlplan |
|---|---|---|---|
| Auszahlungsdauer | Von Entnahme, Rendite und Kapital abhängig | Bei klassischer Leibrente lebenslang | Meist vertraglich befristet |
| Zahlungsgarantie | Keine automatische lebenslange Garantie | Garantierente je nach Tarif lebenslang; Überschüsse können variieren | Vereinbarte Rate und Laufzeit nach Vertrag |
| Kapitalzugriff | Hoch; Teil- und Vollentnahmen möglich | Nach Beginn häufig eingeschränkt; Kapitaloptionen sind tarifabhängig | Je nach Vertrag begrenzt oder mit Nachteilen |
| Vererbbarkeit | Vorhandenes Depotvermögen geht an die Erben | Nur über vereinbarte Rentengarantie, Kapitalrückgewähr oder andere Todesfallleistung | Vorhandenes Restguthaben nach Vertragsregeln |
| Wesentliches Risiko | Kapitalmarkt-, Reihenfolge- und Langlebigkeitsrisiko | Geringere Flexibilität; Bonität und Überschussentwicklung des Versicherers | Inflation, Zinsniveau, Bankbonität und Wiederanlage |
| Inflationswirkung | Renditechance kann helfen, ohne Kaufkrafterhalt zu garantieren | Dynamik möglich, meist gegen niedrigere Anfangsrente | Feste Zahlung verliert bei Inflation real an Kaufkraft |
| Steuerliche Grundlogik | Investmenterträge, Vorabpauschale und realisierte Gewinne | Bei privater Leibrente grundsätzlich Besteuerung des Ertragsanteils | Zinserträge als Einkünfte aus Kapitalvermögen |
| Typische Stärke | Flexibilität und verfügbares Restkapital | Absicherung des Langlebigkeitsrisikos | Einfache Planbarkeit ohne Börsenschwankung |
Sofortrente fair vergleichen
Ein Tipp aus der Beratungspraxis: Achten Sie bei einem Sofortrenten-Angebot nicht nur auf die Garantierente, sondern auch auf die Gesamtrente im ersten Jahr – und lassen Sie sich zeigen, welcher Teil davon garantiert ist und welcher nicht. Optionen wie Kapitalrückgewähr, Rentengarantiezeit oder Kapitalentnahme sichern zwar Hinterbliebene und Flexibilität ab, drücken aber meist die anfängliche Rente. Mehr Grundlagen dazu finden Sie im Bereich Sofortrente.
Bekannte Entnahmeplan-Anbieter
Zu den bekannten Anbietern für depotbasierte Entnahmepläne zählen unter anderem FNZ Bank (vielen Anlegern noch unter dem früheren Namen ebase bekannt), das Schweizer Vermögensdepot und myLife Invest. Die Anbieter unterscheiden sich unter anderem darin, ob Sie die Fondsauswahl selbst steuern oder eine professionelle Vermögensverwaltung nutzen möchten. Den ausführlichen Anbietervergleich mit Kosten und Besonderheiten finden Sie hier: Entnahmeplan Anbieter Vergleich →
Strategie festlegen
Kapitalverzehr oder Kapitalerhalt?
Irgendwann müssen Sie sich entscheiden: Darf das Vermögen planmäßig aufgebraucht werden, oder soll möglichst viel davon erhalten bleiben? Beide Wege können richtig sein – sie führen aber zu spürbar unterschiedlichen Auszahlungen und Risiken, und diese Entscheidung sollten Sie bewusst treffen, nicht nebenbei.
Entnahmeplan mit Kapitalverzehr
Die Auszahlung wird so geplant, dass das Kapital über einen definierten Zeitraum verbraucht wird. Das erhöht die rechnerische Monatsrate. Bleibt die tatsächliche Rendite hinter der Annahme zurück, kann das Vermögen früher aufgebraucht sein. Eine regelmäßige Anpassung ist deshalb wesentlich.
Kapitalverzehr berechnenEntnahmeplan mit Kapitalerhalt
Hier soll nur die modellierte Nettorendite entnommen werden. Das Kapital bleibt rechnerisch erhalten, wenn die Annahmen eintreten. Eine Garantie entsteht daraus nicht: Schwankungen, Inflation, Steuern und Kosten können den realen oder nominalen Kapitalwert trotzdem verringern.
Kapitalerhalt berechnenKonditionen transparent einordnen
Was kostet der Finanzmanager24-Entnahmeplan?
0,5 Prozent Serviceentgelt, rund 0,2 Prozent Produktkosten, kein Ausgabeaufschlag – so sieht die kostengünstige Fonds- oder ETF-Variante unseres Angebots aus. Diese laufenden Kosten beziehen sich auf den jeweiligen Depotwert, der bei Kapitalverzehr im Zeitverlauf naturgemäß sinkt, sofern Erträge und zusätzliche Einzahlungen den Verbrauch nicht ausgleichen.
Wie hoch Ihre tatsächliche Gesamtkostenbelastung ausfällt, entscheidet sich an der gewählten Fonds- oder ETF-Auswahl, der Depotlösung und Ihrem persönlichen Angebot. Maßgeblich sind immer die aktuellen Kosteninformationen und Vertragsunterlagen – die Beispielrechnung auf dieser Seite rechnet mit den genannten 0,7 Prozent jährlichen Kosten, aber ohne individuelle Zusatzpositionen.
Alternative Honorarvariante
Es gibt auch ein anderes Modell: 499 Euro Honorar pro Jahr, 350 Euro Depotgebühr pro Jahr, eine TER von 1,5 Prozent, verrechnet mit beispielhaften Kickbacks von 0,5 Prozent. Das ist keine allgemeingültige Tarifangabe, sondern eine Beispielvariante. Welches Modell für Sie günstiger ist, hängt vor allem von Depotvolumen, Produktauswahl und gewünschtem Leistungsumfang ab – pauschal lässt sich das nicht beantworten.
Steuer-Kurzfassung
Wie wird ein Entnahmeplan besteuert?
Ein weit verbreitetes Missverständnis: Nicht jede Auszahlung ist automatisch steuerpflichtig. Steuerlich relevant sind vor allem Ausschüttungen, eine mögliche Vorabpauschale und realisierte Veräußerungsgewinne. Auf Kapitalerträge fallen grundsätzlich 25 Prozent Steuerabzug plus Solidaritätszuschlag an, gegebenenfalls kommt Kirchensteuer hinzu – Sparer-Pauschbetrag und Teilfreistellungen bestimmter Fondsarten können die Belastung wieder senken.
Wie viel am Ende wirklich fällig wird, hängt von der Fondsart, den Anschaffungsdaten, dem Gewinnanteil der verkauften Anteile, Ihrem Freistellungsauftrag, der Kirchensteuer und Ihrer persönlichen Situation ab. Deshalb gilt: Die komplette Auszahlung pauschal als Ertrag zu behandeln, wäre schlicht falsch – und eine individuelle Steuerberatung ersetzt das hier ohnehin nicht.
Entscheidung mit beiden Seiten
Chancen und Risiken eines Entnahmeplans
Ein Entnahmeplan verbindet laufendes Einkommen mit einer Kapitalmarktanlage – das eröffnet Chancen, verlangt aber auch mehr eigene Steuerung als eine garantierte Versicherungsrente. Am wichtigsten zu verstehen ist das Reihenfolgerisiko: Kommt es früh in der Entnahmephase zu starken Kursverlusten, müssen Sie für dieselbe Auszahlung mehr Anteile verkaufen. Das Kapital, das dann für eine spätere Erholung fehlt, holen Sie meist nicht mehr auf.
Chancen
- Entnahme kann an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.
- Das noch vorhandene Vermögen bleibt im persönlichen Depot.
- Kapitalmarkterträge können Laufzeit oder Auszahlung unterstützen.
- Vorhandenes Restkapital kann an Erben übergehen.
- Unterschiedliche Anlagestrategien erlauben eine individuelle Risikosteuerung.
Risiken
- Rendite und Depotwert können deutlich schwanken.
- Das Kapital kann bei zu hoher Entnahme vorzeitig aufgebraucht sein.
- Inflation kann die reale Kaufkraft der Auszahlung verringern.
- Kosten und Steuern reduzieren die verfügbare Nettorendite.
- Eine lebenslange Zahlung ist ohne ergänzende Absicherung nicht garantiert.
Weniger Risiko heißt nicht kein Risiko. Eine breite Streuung über Anlageklassen, Regionen und Emittenten kann einzelne Ausfälle abfedern – gegen einen allgemeinen Marktrückgang hilft sie nicht. Was in der Praxis wirklich hilft: ein Liquiditätspuffer, eine Entnahmeregel, die sich anpassen lässt, und der Mut, regelmäßig genau hinzuschauen, statt den Plan einmal einzurichten und zu vergessen.
Marktumfeld
Zinsen und Inflation im Juli 2026
Seit dem 17. Juni 2026 liegt der Zinssatz der EZB-Einlagefazilität bei 2,25 Prozent, die deutsche Inflationsrate lag im Juni 2026 bei 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Diese beiden Zahlen zeigen ziemlich deutlich, warum sich nominale Auszahlung und reale Kaufkraft nicht einfach gleichsetzen lassen.
Was Sie aus diesen Daten nicht ableiten können: eine künftige Fonds- oder ETF-Rendite. Auch unsere Szenarien mit 3, 5 und 7 Prozent oben sind keine Prognosen – sie zeigen lediglich, wie unterschiedlich sich verschiedene Kapitalmarktverläufe auf Ihre Auszahlung auswirken würden.
Persönliche Eignung
Für wen eignet sich ein Entnahmeplan?
Wenn Sie im Ruhestand regelmäßige Auszahlungen möchten, aber trotzdem über Ihr Restkapital verfügen können wollen und Kursschwankungen ohne schlaflose Nächte aushalten – dann kann ein Entnahmeplan gut zu Ihnen passen. Steht dagegen für Sie eine lebenslange garantierte Zahlung ohne jede Kapitalmarktsteuerung an oberster Stelle, ist er weniger geeignet. In dem Fall lohnt sich ein Blick auf die Sofortrente oder eine Kombination mehrerer Bausteine.
Ein Entnahmeplan kann passen, wenn …
- Sie Auszahlung und Kapitalzugriff flexibel halten möchten.
- vorhandenes Restkapital vererbbar bleiben soll.
- Sie einen mehrjährigen Anlagehorizont haben.
- Sie Schwankungen akzeptieren und die Strategie überprüfen lassen.
Alternativen sind wichtiger, wenn …
- Ihre Grundversorgung vollständig von der Auszahlung abhängt.
- Sie keine zeitweisen Depotverluste tragen können.
- eine lebenslange Garantie wichtiger ist als Kapitalzugriff.
- Sie keine laufenden Anlageentscheidungen treffen möchten.
Vom Kapital zur passenden Auszahlung
So entsteht Ihr persönlicher Entnahmeplan-Vergleich
Wir fangen nicht beim Produkt an, sondern bei Ihnen: Wie viel Einkommen brauchen Sie tatsächlich, und was steht Ihnen aus sicheren Quellen schon zur Verfügung? Erst danach lässt sich seriös klären, welcher Teil Ihres Vermögens flexibel investiert bleiben kann und welcher Teil eher für Garantien reserviert werden sollte.
Bedarf erfassen
Gewünschte Auszahlung, Laufzeit, Liquiditätsreserve, Erbschaftswunsch und Risikotoleranz werden festgelegt.
Szenarien rechnen
Mindestens drei Renditeannahmen zeigen, wie empfindlich Auszahlung und Restkapital auf Abweichungen reagieren.
Modelle vergleichen
Entnahmeplan, Sofortrente und Bankauszahlplan werden anhand derselben Ziele und nicht nur anhand einer Monatsrate bewertet.
Regelmäßig prüfen
Entnahme, Depotstruktur und Liquidität werden an Marktverlauf und Lebenssituation angepasst.
Persönlichen Entnahmeplan kostenlos anfordern
Auf der separaten Angebotsseite erfassen wir die Angaben, die für einen individuellen Vergleich erforderlich sind. Die Anfrage ist unverbindlich.
Häufige Fragen
FAQ zum Entnahmeplan und Auszahlplan
Was ist ein Entnahmeplan?
Ein Entnahmeplan ist eine depotbasierte Auszahlungsstrategie. Aus einem angelegten Kapital werden regelmäßig Beträge entnommen, während das noch vorhandene Vermögen investiert bleibt. Auszahlung und Laufzeit hängen unter anderem von Rendite, Kosten, Steuern und Entnahmehöhe ab.
Sind Entnahmeplan und Auszahlplan dasselbe?
Die Begriffe Entnahmeplan und Auszahlplan werden häufig synonym verwendet. Entscheidend ist die konkrete Ausgestaltung: Ein Fonds- oder ETF-Entnahmeplan bleibt am Kapitalmarkt investiert, ein Bankauszahlplan arbeitet meist mit einer vereinbarten Verzinsung und Laufzeit.
Wie viel monatliche Entnahme sind bei 100.000 Euro möglich?
Bei 20 Jahren Laufzeit, vollständigem modelliertem Kapitalverzehr und 0,7 Prozent laufenden Kosten ergeben sich vor Steuern und Inflation rund 518 Euro bei 3 Prozent, 616 Euro bei 5 Prozent und 721 Euro bei 7 Prozent Bruttomodellrendite pro Monat. Die Werte sind Szenarien, keine Prognosen.
Wie lange reicht das Kapital im Entnahmeplan?
Die Reichweite des Kapitals hängt von Startkapital, Auszahlung, tatsächlicher Rendite, Kosten, Steuern und Inflation ab. Schwache Börsenjahre zu Beginn können die Laufzeit besonders belasten. Deshalb sollte die Entnahmerate regelmäßig überprüft werden.
Ist ein Entnahmeplan sicher?
Ein kapitalmarktbasierter Entnahmeplan bietet keine garantierte Rendite und in der Regel keine lebenslange Zahlungsgarantie. Diversifikation kann Risiken verteilen, Kursverluste aber nicht ausschließen. Wer eine garantierte lebenslange Zahlung priorisiert, sollte auch eine Sofortrente prüfen.
Kann die Auszahlung geändert oder pausiert werden?
Beim hier beschriebenen Finanzmanager24-Entnahmeplan kann die Entnahme laut Angebot angepasst oder pausiert werden. Teil- und Vollentnahmen sind kostenfrei möglich. Zusätzliche Entnahmen können jedoch die künftige Auszahlung und die Laufzeit des Kapitals verkürzen.
Ist das Vermögen aus einem Entnahmeplan vererbbar?
Das Vermögen liegt in einem persönlichen Depot. Im Todesfall geht das zu diesem Zeitpunkt noch vorhandene Depotvermögen an die Erben über. Weder das ursprüngliche Kapital noch eine bestimmte Erbsumme sind garantiert.
Was kostet der Finanzmanager24-Entnahmeplan?
Für eine kostengünstige Fonds- oder ETF-Variante nennt das Angebot 0,5 Prozent Serviceentgelt pro Jahr, Produktkosten von etwa 0,2 Prozent pro Jahr und keinen Ausgabeaufschlag. Die konkrete Kostenbelastung hängt von der gewählten Lösung und dem jeweiligen Depotwert ab.
Wie wird ein Entnahmeplan besteuert?
Nicht die gesamte Auszahlung ist pauschal steuerpflichtig. Steuerlich relevant sind insbesondere Ausschüttungen, Vorabpauschalen und realisierte Veräußerungsgewinne. Sparer-Pauschbetrag und mögliche Teilfreistellungen können die Belastung beeinflussen; die persönliche Situation ist entscheidend.
Was ist der Unterschied zwischen Entnahmeplan und Sofortrente?
Der Entnahmeplan lässt das Restkapital im persönlichen Depot und ist flexibel, trägt aber Kapitalmarktrisiken. Eine klassische Sofortrente kann lebenslang garantierte Zahlungen bieten, ist nach Rentenbeginn jedoch meist weniger flexibel. Tarifabhängig können Kapitalzugriff oder Todesfallleistungen vereinbart werden, was die Rentenhöhe beeinflussen kann.
Ist ein Entnahmeplan mit Kapitalerhalt möglich?
Kapitalerhalt kann als Modellziel geplant werden, indem nur die erwartete Nettorendite entnommen wird. Er ist jedoch nicht garantiert, weil Rendite, Kosten, Steuern und Inflation von der Modellannahme abweichen können.
Wo kann ich einen Entnahmeplan berechnen?
Die Hauptseite enthält bewusst nur eine transparente Beispielrechnung. Für individuelle Eingaben stehen separate Berechnungsseiten für Kapitalverzehr und Kapitalerhalt zur Verfügung. Das Ergebnis bleibt eine Modellrechnung und keine Auszahlungs- oder Renditezusage.
Transparenz und Aktualität
Fachlich geprüft und mit Primärquellen belegt
Fachredaktion Finanzmanager24
Redaktioneller Stand:
Die Angebotsmerkmale und Kosten beruhen ausschließlich auf der für diese Seite freigegebenen Finanzmanager24-Zusammenfassung. Steuer- und Marktdaten wurden anhand der folgenden amtlichen Quellen geprüft. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.
- Europäische Zentralbank: Monetary policy decisions vom 11. Juni 2026
- Statistisches Bundesamt: Inflationsrate im Juni 2026 bei 2,3 Prozent
- Bundeszentralamt für Steuern: Kapitalertragsteuer
- Einkommensteuergesetz: § 20 Einkünfte aus Kapitalvermögen
- Investmentsteuergesetz: § 20 Teilfreistellung
- Bundesministerium der Finanzen: Basiszins zur Vorabpauschale 2026
Weiterlesen
Passende Beiträge zum Entnahmeplan
Sofortrente oder ETF-Entnahmeplan?
Wie sich Garantie, Flexibilität, Kapitalzugriff und Vererbbarkeit unterscheiden.
Beitrag lesenArten von Entnahmeplänen
Statische, dynamische, kapitalverzehrende und kapitalerhaltende Varianten im Überblick.
Beitrag lesenEntnahmeplan-Glossar
Die wichtigsten Begriffe rund um Rendite, Entnahmerate, Kapitalerhalt und Risiko verständlich erklärt.
Beitrag lesen