Rentenlücke richtig schließen: Sofortrente oder Entnahmeplan?

Rentenlücke richtig schließen: Sofortrente oder Entnahmeplan?

Rentenlücke richtig schließen: Sofortrente oder Entnahmeplan?

Die kritische Phase vor dem Ruhestand: Warum jede finanzielle Entscheidung jetzt zählt

Der Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand ist eine der größten finanziellen Zäsuren im Leben. Plötzlich ändern sich die Einnahmen, die Ausgabenstruktur und die Prioritäten. Viele Menschen stellen sich kurz vor der Rente die entscheidende Frage: Reicht mein Geld? Habe ich genug vorgesorgt, um meinen Lebensstandard zu halten oder sogar zu verbessern?

Die gute Nachricht: Auch kurz vor dem Renteneintritt gibt es noch zahlreiche Möglichkeiten, die eigene finanzielle Situation zu optimieren und das Maximum aus den vorhandenen Mitteln herauszuholen. Es ist die Zeit für eine strategische Bestandsaufnahme und die Feinjustierung der Altersvorsorge.

Dieser umfassende Ratgeber beleuchtet die wichtigsten Strategien und Produkte, die Ihnen helfen, Ihre Rentenlücke zu schließen und den Ruhestand finanziell sorgenfrei zu gestalten. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Sofortrente, den Entnahmeplan und die hybride Sofortrente – drei leistungsstarke Instrumente, die Ihnen auf vergleich-sofortrente.de detailliert vorgestellt werden.

Die Bestandsaufnahme: Wo stehe ich finanziell?

Bevor Sie konkrete Schritte unternehmen, ist eine ehrliche und detaillierte Analyse Ihrer aktuellen Einnahmen- und Ausgabensituation unerlässlich. Nur wer seine Zahlen kennt, kann fundierte Entscheidungen treffen.

Analyse der aktuellen Einnahmen

Ihre Einnahmen im Ruhestand setzen sich in der Regel aus mehreren Säulen zusammen:

  • Gesetzliche Rente: Sie bildet für die meisten abhängig Beschäftigten die Basis. Prüfen Sie Ihren Rentenbescheid genau. Beachten Sie, dass das Rentenniveau langfristig sinken kann und die Kaufkraft durch Inflation gemindert wird. Ein Beispiel zeigt: 1.000 Euro sind bei 2 % Inflation in 20 Jahren nur noch 667 Euro wert.
  • Betriebsrente: Haben Sie über Ihren Arbeitgeber vorgesorgt? Betriebsrenten sind eine wichtige Ergänzung zur gesetzlichen Rente.
  • Private Vorsorge: Dazu gehören private Rentenversicherungen, Riester- oder Rürup-Renten. Beachten Sie hier die Besteuerung des Ertragsanteils, der je nach Eintrittsalter in die Rentenzeit bei rund 20 Prozent liegen kann.
  • Kapitallebensversicherungen: Viele Deutsche haben diese abgeschlossen. Bei Fälligkeit wird zumeist ein fünf- oder sechsstelliger Betrag ausgezahlt, der dann strategisch eingesetzt werden kann.
  • Privat angespartes Vermögen: Wertpapierdepots, Sparkonten oder Mieteinnahmen aus Immobilien.

Die Bedeutung der Rentenlücke: Wie viel fehlt wirklich?

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Ihren gewünschten monatlichen Ausgaben im Ruhestand und Ihren erwarteten Einnahmen aus allen Rentenquellen. Viele unterschätzen ihre tatsächlichen Ausgaben im Ruhestand. „Manche merken erst ein paar Monate nach Rentenbeginn, wie hoch ihre Ausgaben tatsächlich sind.“ Nehmen Sie sich Zeit, einen realistischen Haushaltsplan für den Ruhestand zu erstellen.

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Die Rentenlücke schließen: Produkte für den Ruhestand

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Die Sofortrente: Lebenslange Sicherheit und garantierte Auszahlungen

Die Sofortrente ist ein Klassiker der Altersvorsorge und bietet maximale Planungssicherheit. Sie zahlen einmalig einen Betrag ein und erhalten dafür eine lebenslang garantierte monats- oder quartalsweise Rente.

  • Funktionsweise und Vorteile: Das Kapital wird bei einem Versicherer angelegt, der Ihnen im Gegenzug eine garantierte Rente bis ans Lebensende zahlt. Der größte Vorteil ist der Langlebigkeitsschutz: Egal wie alt Sie werden, die Rente fließt weiter. Dies nimmt die Sorge, das eigene Vermögen im Alter zu überleben. Zudem sind die Auszahlungen planbar und sicher.
  • Nachteile und Überlegungen: Das Kapital ist gebunden und steht nicht mehr für andere Zwecke zur Verfügung. Auch die Vererbbarkeit ist eingeschränkt, es sei denn, es wird ein Todesfallschutz oder eine Rentengarantiezeit vereinbart, was die Rentenhöhe mindert.
  • Konkrete Beispiele: Eine 63-jährige Person erhält bei der Debeka für 100.000 Euro rund 296 Euro Rente monatlich, bei 66 Jahren 324 Euro und bei 67 Jahren 335 Euro. Bei der Allianz sind die Werte ähnlich (297, 326, 337 Euro). Diese garantierte Rente kann durch Überschüsse des Versicherers noch steigen. Die Allianz stellt für einen 66-Jährigen sogar 407 Euro monatlich als realistisch in Aussicht.

Der Entnahmeplan: Flexibilität und Renditechancen mit dem eigenen Vermögen

Ein Entnahmeplan ist eine flexible Alternative zur Sofortrente, bei der Sie Ihr angespartes Vermögen (oft in einem Wertpapierdepot) schrittweise entnehmen. Er wird von den meisten Fondsgesellschaften angeboten.

  • Kapitalerhalt vs. Kapitalverzehr: Es gibt zwei Hauptvarianten:
  • Kapitalerhalt: Nur die Erträge des Vermögens (Zinsen, Dividenden, Gewinne) werden entnommen. Das ursprüngliche Kapital bleibt erhalten und kann weiter vererbt werden.
  • Kapitalverzehr: Es wird kalkuliert, wie viel Geld jährlich entnommen werden kann, damit das Vermögen über einen bestimmten Zeitraum ausreicht. Hier wird das Kapital selbst aufgezehrt.
  • Vorteile: Hohe Flexibilität bei den Auszahlungen, die an den persönlichen Bedarf angepasst werden können. Potenzial für höhere monatliche Auszahlungen als bei der Sofortrente, da das Kapital weiter am Markt investiert bleibt und Renditechancen nutzt. Das Kapital bleibt zudem vererbbar.
  • Nachteile: Das Langlebigkeitsrisiko ist nicht abgedeckt – wer länger lebt als kalkuliert, könnte sein Kapital aufbrauchen. Zudem unterliegt der Entnahmeplan Marktschwankungen, was die Höhe der Auszahlungen beeinflussen kann.
  • Rechenbeispiel: Bei 100.000 Euro Kapital und einer angenommenen Rendite von fünf Prozent können über 34 Jahre hinweg 500 Euro pro Monat ausgezahlt werden.

Die Hybride Sofortrente: Das Beste aus zwei Welten

Die hybride Sofortrente kombiniert die Vorteile der Sofortrente und des Entnahmeplans. Sie bietet eine Grundabsicherung durch eine garantierte Rente und gleichzeitig Flexibilität durch die Möglichkeit, zusätzliches Kapital aus einem Depot zu entnehmen.

  • Funktionsweise: Ein Teil des Kapitals wird in eine klassische Sofortrente investiert, die eine garantierte Basisrente sichert. Der andere Teil wird in einem flexiblen Entnahmeplan angelegt, der Renditechancen bietet und bei Bedarf zusätzliche Auszahlungen ermöglicht.
  • Vorteile: Sie profitieren vom Langlebigkeitsschutz der Sofortrente und der Flexibilität sowie den Renditechancen des Entnahmeplans. Dies ist eine ideale Lösung für Anleger, die Sicherheit wünschen, aber auch nicht auf Wachstumspotenziale verzichten möchten.

Vermögensstrategien im Ruhestand: Das Depot richtig strukturieren

Auch im Ruhestand sollte Ihr Vermögen nicht untätig bleiben. Eine angepasste Anlagestrategie ist entscheidend, um die Kaufkraft zu erhalten und die Rentenlücke zu minimieren.

Anpassung der Asset Allocation: Aktienanteil im Alter

Früher galt die Faustregel: „100 minus Lebensalter = Aktienanteil“. Diese Regel ist heute überholt. Angesichts der gestiegenen Lebenserwartung und der niedrigen Zinsen für sichere Anlagen ist ein höherer Aktienanteil auch im Ruhestand oft sinnvoll.

  • Die Rolle von Zinspapieren und Aktien: Zinspapiere (oft als „Renten“ bezeichnet) dienen der Stabilität und Liquidität. Aktien bieten langfristig die besten Renditechancen. Eine ausgewogene Mischung ist entscheidend.
  • Beispiel zur Depotstruktur: Ein Vermögensberater skizziert für 200.000 Euro Vermögen und 6.000 Euro Jahresbedarf eine anfängliche Aufteilung von 70 Prozent Aktien und 30 Prozent Renten. Die Idee dahinter: Der Rentenanteil reicht für bis zu zehn Jahre, um den Bedarf zu decken. So müssen Aktien nicht in schwachen Börsenphasen verkauft werden, da sie sich meist innerhalb von zehn Jahren erholen.

Diversifikation im Aktienanteil

Auch im Ruhestand ist eine breite Streuung wichtig. Eine plausible Aufteilung für den Aktienanteil könnte sein: 45 Prozent USA, 45 Prozent EuroRa (inkl. Schweiz, Großbritannien) und 10 Prozent in Schwellenländern, Japan und Australien. Dies verhindert, dass Probleme einer einzelnen Region das Gesamtergebnis zu stark beeinflussen.

Steuerliche Aspekte im Ruhestand: Was bleibt netto übrig?

Die Besteuerung der Rente ist ein komplexes Thema, das oft unterschätzt wird. „Viele sind überrascht, dass sie als Rentner Steuern zahlen müssen“.

  • Besteuerung der gesetzlichen Rente: Der steuerpflichtige Anteil der gesetzlichen Rente steigt mit jedem Renteneintrittsjahrgang. Für das Jahr 2026 bleiben 16,5 Prozent steuerfrei, danach sinkt dieser Betrag jedes Jahr um einen halben Prozentpunkt.
  • Besteuerung privater Renten: Erträge aus privaten Rentenversicherungen werden mit dem Ertragsanteil besteuert.
  • Steuerfreibeträge: Informieren Sie sich über die aktuellen Rentnerfreibeträge und prüfen Sie, ob Sie Anspruch auf weitere steuerliche Vorteile haben.

Wichtige Dokumente für den Ruhestand: Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Finanzielle Planung geht Hand in Hand mit rechtlicher Vorsorge. Auch wenn es nicht direkt um die Rente geht, sind diese Dokumente unerlässlich für eine umfassende Absicherung im Alter.

  • Vorsorgevollmacht: Regelt, wer Ihre finanziellen und persönlichen Angelegenheiten regelt, wenn Sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind.
  • Patientenverfügung: Legt Ihre Wünsche bezüglich medizinischer Behandlungen fest.

Sofortrente vs. Entnahmeplan – Ein direkter Vergleich

Merkmal Sofortrente Entnahmeplan
Kapitaleinsatz Einmalzahlung an Versicherer Kapital bleibt im eigenen Depot
Auszahlung Lebenslang garantiert Flexibel, abhängig von Kapital und Marktentwicklung
Langlebigkeitsschutz Ja (Rente bis zum Tod) Nein (Kapital kann aufgebraucht werden)
Flexibilität Gering (Kapital gebunden) Hoch (Auszahlungen anpassbar)
Renditechancen Geringer (garantierte Zinsen + Überschüsse) Höher (Kapital bleibt investiert)
Vererbbarkeit Eingeschränkt (nur mit Zusatzoptionen) Hoch (Restkapital vererbbar)
Risiko Gering (Versicherer-Insolvenzrisiko) Mittel (Marktschwankungen, Langlebigkeitsrisiko)

Checkliste: Ihre finanziellen Schritte kurz vor der Rente

Schritt Beschreibung
1. Bestandsaufnahme Einnahmen und Ausgaben im Ruhestand detailliert analysieren.
2. Rentenlücke berechnen Differenz zwischen Wunsch-Ausgaben und erwarteten Einnahmen ermitteln.
3. Rentenbescheid prüfen Gesetzliche Rente und andere Ansprüche (Betriebsrente, Riester) checken.
4. Vermögen strukturieren Depot anpassen (Aktien-/Zinsanteil), ggf. Kapitallebensversicherung prüfen.
5. Produkte vergleichen Sofortrente, Entnahmeplan, hybride Sofortrente prüfen und vergleichen.
6. Steuerliche Aspekte Besteuerung der Renten verstehen und Freibeträge nutzen.
7. Rechtliche Vorsorge Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung erstellen/aktualisieren.
8. Beratung einholen Professionelle, unabhängige Beratung für individuelle Situation nutzen.

Fazit: Individuelle Beratung ist entscheidend

Die finanzielle Planung kurz vor der Rente ist komplex, aber entscheidend für einen sorgenfreien Ruhestand. Es gibt keine Patentlösung, sondern individuelle Wege, die auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten sein müssen. Ob Sie sich für die garantierte Sicherheit einer Sofortrente, die Flexibilität eines Entnahmeplans oder die Kombination einer hybriden Sofortrente entscheiden – wichtig ist, dass Sie aktiv werden und Ihre Optionen prüfen.

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