Persönliches Angebot zur LV 1871 Sofortrente anfordern

Eine Sofortrente entscheidet über jahrzehntelange Auszahlungen. Fordern Sie deshalb nicht nur irgendeinen Monatswert an, sondern lassen Sie die Garantierente und die Gesamtrente im ersten Jahr bei identischem Einmalbeitrag, Rentenbeginn und Hinterbliebenenschutz berechnen.

Unser Vergleichsgrundsatz: Die Gesamtrente zeigt die voraussichtliche Auszahlung zu Beginn und ist für das anfängliche Einkommen besonders wichtig. Die Garantierente zeigt die vertragliche Untergrenze. Erst beide Werte zusammen ergeben ein belastbares Bild.

So geht es nach Ihrer Anfrage weiter

Ihre Anfrage ist unverbindlich und die Beratung für Sie kostenfrei. Wir prüfen Ihre Angaben, erstellen das gewünschte Sofortrenten-Angebot und begleiten Sie auf Wunsch bis zum Abschluss.

1. Anfrage absenden

Tragen Sie die benötigten Daten vollständig in das Formular ein und senden Sie Ihre Anfrage sicher an Finanzmanager24.

2. Vergleich erhalten

In der Regel erhalten Sie innerhalb von ein bis zwei Werktagen Ihre persönliches Angebot per E-Mail oder auf Wunsch per Post.

3. Ergebnisse besprechen

Ein Berater erläutert Ihnen die Leistungen, Garantien und Unterschiede telefonisch, per Onlinekonferenz oder nach Vereinbarung persönlich.

4. Selbst entscheiden

Sie wählen das passende Angebot aus. Wenn Sie sich für einen Abschluss entscheiden, übernehmen wir die weiteren Formalitäten.


Direkter Kontakt

Telefon: (0800) 80 800 24
E-Mail: anfrage@finanzmanager24.de

Unsere Beratungszeiten

Montag bis Freitag von 9:00 bis 19:00 Uhr, Samstag von 9:00 bis 13:00 Uhr. Nach Vereinbarung sind Termine auch abends oder am Wochenende möglich.


LV 1871 im Anbieterporträt

Die Lebensversicherung von 1871 a. G. München, kurz LV 1871, ist ein deutscher Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit Sitz in München. Anders als bei einer börsennotierten Aktiengesellschaft stehen keine externen Aktionäre hinter dem Unternehmen. Die LV 1871 beschreibt unabhängige Versicherungsmakler als wichtigen Beratungs- und Vertriebsweg. Für Interessenten an einer Sofortrente ist das relevant, weil ein Angebot nicht isoliert betrachtet werden muss, sondern unter denselben Vorgaben mit anderen Versicherern verglichen werden kann.[1]

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die LV 1871 gebuchte Bruttobeiträge von 755,4 Millionen Euro und verwaltete Kapitalanlagen von rund 5,89 Milliarden Euro. Die Nettoverzinsung lag bei 2,8 Prozent, der Rohüberschuss bei 172,7 Millionen Euro. Diese Zahlen beschreiben die finanzielle Lage des Versicherers, nicht die individuelle Rendite eines neuen Sofortrentenvertrags. Für den Kunden bleiben die konkret angebotene Garantie- und Gesamtrente nach Kosten entscheidend.[2]

Kennzahl LV 1871Wert 2025Einordnung
Gebuchte Bruttobeiträge755,4 Mio. EuroZeigt die Größenordnung des laufenden Versicherungsgeschäfts
Kapitalanlagen5.893,3 Mio. EuroBasis für Erträge und langfristige Verpflichtungen
Nettoverzinsung2,8 ProzentUnternehmenskennzahl, keine persönliche Kundenrendite
Rohüberschuss172,7 Mio. EuroRelevante Ergebnisgröße für die Überschussbeteiligung
Gewinnrücklagen163,0 Mio. EuroTeil der unternehmerischen Risikotragfähigkeit
Bilanzsumme8.218,6 Mio. EuroOrdnet die Größe des Rechtsträgers ein

Wie die LV 1871 Sofortrente gegen Einmalbeitrag funktioniert

Bei einer Sofortrente zahlen Sie einen größeren Betrag einmalig in eine private Rentenversicherung ein. Im Gegenzug beginnt die LV 1871 zum vereinbarten Termin mit regelmäßigen Zahlungen, häufig bereits im Monat nach Versicherungsbeginn. Die Rente läuft bei der lebenslangen Variante unabhängig davon weiter, wie alt die versicherte Person wird. Der Versicherer übernimmt damit das finanzielle Langlebigkeitsrisiko: Auch wenn die Summe der Renten den ursprünglichen Beitrag später übersteigt, endet die vereinbarte lebenslange Zahlung nicht allein aus diesem Grund.[1]

Diese Absicherung hat einen Preis, der nicht nur in Euro gemessen wird. Der Einmalbeitrag wird verrentet und ist anschließend grundsätzlich nicht mehr wie Tagesgeld oder ein Wertpapierdepot frei verfügbar. Deshalb eignet sich eine Sofortrente vor allem für den Vermögensteil, der dauerhaft ein planbares Einkommen finanzieren soll. Eine separate Reserve für Gesundheit, Pflege, Wohnen, Fahrzeug oder Unterstützung der Familie sollte bestehen bleiben.

Die LV 1871 erläutert unterschiedliche Zahlungsrhythmen und Rentenbezugsvarianten. Monatliche, vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Zahlungen können die konkrete Kalkulation beeinflussen. Ebenso relevant sind Alter, Geschlecht im Rahmen der zulässigen Unisex-Kalkulation, Rentenbeginn, Hinterbliebenenschutz, Rentengarantiezeit und die Frage, ob eine anfänglich höhere flexible oder eine stärker steigende dynamische Rente gewünscht wird. Nur ein persönlicher Vorschlag zeigt, welche Kombination tatsächlich verfügbar ist.

Garantierente und Gesamtrente im ersten Jahr richtig lesen

Ein Sofortrentenangebot enthält häufig mehr als einen Rentenwert. Die Garantierente ist die vertraglich zugesagte Untergrenze. Die Gesamtrente im ersten Jahr umfasst zusätzlich die nach aktueller Überschussdeklaration vorgesehenen, nicht garantierten Bestandteile. Für den Ruhestandsplan sind beide Zahlen wichtig: Die Garantierente zeigt die Sicherheit, die Gesamtrente zeigt das voraussichtliche Einkommen zu Beginn.

Ein häufiger Vergleichsfehler besteht darin, bei einem Anbieter die Garantierente und bei einem anderen die Gesamtrente gegenüberzustellen. Ebenso unbrauchbar sind Angebote mit unterschiedlichen Rentengarantiezeiten oder Todesfallleistungen. Wer 100.000 Euro einsetzen möchte, sollte alle Gesellschaften mit demselben Geburtsdatum, demselben Rentenstart, derselben Zahlungsweise und demselben Hinterbliebenenschutz rechnen lassen.

Vergleich für 100.000 EuroLV 1871Vergleichsanbieter
Garantierte MonatsrenteWert aus persönlichem AngebotBei identischen Vorgaben
Gesamtrente im ersten JahrWert aus persönlichem AngebotBei identischen Vorgaben
Garantierte JahresrenteMonatswert × 12Monatswert × 12
Gesamtrente im ersten JahrMonatswert × 12Monatswert × 12
Rentengarantiezeit / TodesfallschutzExakt festhaltenIdentisch festlegen
RentenbezugsvarianteDynamisch, teildynamisch oder flexibelWirtschaftlich vergleichbar wählen

Finanzmanager24 trägt die tatsächlichen Angebotswerte in einen solchen Vergleich ein. Eine pauschale Internetangabe wäre unseriös, weil schon wenige Jahre Altersunterschied, ein anderer Rentenbeginn oder zusätzlicher Todesfallschutz die Monatsrente verändern können.

Überschussbeteiligung 2026: 2,7 Prozent sind nicht die persönliche Rentenrendite

Für Neuverträge ab Januar 2026 nennt die LV 1871 eine laufende Verzinsung von 2,7 Prozent. Sie setzt sich nach Unternehmensangaben aus einem Rechnungszins von 1,0 Prozent und einer Zinsdividende von 1,7 Prozent zusammen. Je nach Tarif können Schlussüberschussbeteiligung und Beteiligung an Bewertungsreserven zusammen bis zu 0,9 Prozent hinzukommen. Daraus ergibt sich eine ausgewiesene Gesamtverzinsung von bis zu 3,6 Prozent.[3]

Diese Prozentwerte dürfen nicht direkt auf den Einmalbeitrag oder die Monatsrente angewendet werden. Die Sofortrente finanziert neben der Kapitalanlage auch die lebenslange Leistung, biometrische Risiken, Kosten und gegebenenfalls Hinterbliebenenschutz. Zudem sind Überschüsse nicht für die gesamte Vertragsdauer garantiert. Maßgeblich ist deshalb nicht eine plakative Verzinsungszahl, sondern die im Angebot nach Kosten ausgewiesene Garantie- und Gesamtrente.

Wichtig: Eine Gesamtverzinsung von bis zu 3,6 Prozent bedeutet weder eine garantierte Rendite von 3,6 Prozent auf Ihren Einmalbeitrag noch eine garantierte jährliche Rentensteigerung in dieser Höhe.

Dynamisch, teildynamisch oder flexibel: Die Start-Rente ist nicht alles

Die LV 1871 erläutert bei Sofortrenten verschiedene Formen der Überschussverwendung. Eine dynamische Rente beginnt typischerweise niedriger, kann dafür bei entsprechender Überschussentwicklung stärker steigen. Die teildynamische Variante liegt zwischen Anfangshöhe und Steigerung. Eine flexible Rente startet häufig höher, kann aber bei veränderter Überschusslage weniger stabil sein. Welche Bezeichnungen und Mechanismen im aktuellen Tarif gelten, muss der persönliche Vorschlag zeigen.[1]

Für den Vergleich reicht es deshalb nicht, nur die erste Monatszahlung zu sortieren. Eine höhere anfängliche Gesamtrente kann sinnvoll sein, wenn laufende Ausgaben unmittelbar gedeckt werden sollen. Wer dagegen einen langfristigen Inflationsausgleich priorisiert, kann eine stärker steigende Variante bevorzugen. Entscheidend ist, welche Teile garantiert sind und welche von künftigen Überschüssen abhängen.

RentenformTypischer SchwerpunktZentrale Prüffrage
Dynamische RenteNiedrigerer Start, stärkere mögliche SteigerungWelche Steigerung ist garantiert und welche nur prognostiziert?
Teildynamische RenteKompromiss zwischen Start und EntwicklungWie verteilt sich die Überschussbeteiligung?
Flexible RenteHöhere anfängliche AuszahlungKann die nicht garantierte Gesamtrente später sinken?

eXtra-Rente: besondere Prüfung bei schwerer Erkrankung

Eine besondere LV-1871-Idee ist die historisch dokumentierte eXtra-Rente. Dabei wurde der Gesundheitszustand bei Beantragung individuell geprüft. Ergab die medizinische Einschätzung eine statistisch verkürzte Lebenserwartung, konnte der Versicherer eine höhere lebenslange Monatsrente kalkulieren. Die nach Annahme festgelegte erhöhte Rente wurde in der damaligen Kundeninformation als garantierte Monatsrente beschrieben. Anders als bei einer Pflegeleistung war die Mechanik nicht an einen starren Krankheitskatalog gebunden.[6]

Die auf der Website vorhandene Broschüre stammt jedoch aus Januar 2015. Dort genannte Tarifbezeichnung, Altersgrenzen, Mindestbeitrag, Höchstbeitrag und Rechnungszins sind daher keine verlässlichen Konditionen für 2026. Auch historische Krankheitsbeispiele dürfen nicht als allgemeine Rentenerhöhung verstanden werden. Jeder Fall wurde individuell medizinisch und versicherungsmathematisch beurteilt.

Für Interessenten mit relevanten Vorerkrankungen kann es dennoch sinnvoll sein, im Rahmen der Anfrage ausdrücklich prüfen zu lassen, ob eine aktuelle eXtra-Renten- oder vergleichbare LV-1871-Lösung verfügbar ist. Finanzmanager24 klärt dann Verfügbarkeit, erforderliche Unterlagen und die tatsächliche Rentenhöhe. Erst ein aktueller schriftlicher Vorschlag ist belastbar.

Hinterbliebenenschutz: Mehr Absicherung senkt meist die eigene Rente

Eine reine lebenslange Sofortrente maximiert häufig die eigene Monatszahlung, wenn keine Todesfallleistung vereinbart wird. Stirbt die versicherte Person früh, endet die Rente dann grundsätzlich; der Einmalbeitrag ist nicht automatisch vererbbar. Dieser Punkt muss vor Vertragsabschluss ausdrücklich geklärt werden. Wer Angehörige schützen möchte, kann je nach Tarif eine Rentengarantiezeit oder eine andere Hinterbliebenenleistung wählen.

Bei einer Rentengarantiezeit wird die Rente für den vereinbarten Zeitraum weitergezahlt, auch wenn die versicherte Person vorher stirbt. Je länger diese Garantie dauert, desto größer ist der Schutz für Bezugsberechtigte – und desto niedriger fällt typischerweise die eigene anfängliche Rente aus. Deshalb müssen Vergleichsangebote exakt denselben Todesfallschutz enthalten. Ein Tarif ohne Garantiezeit darf nicht gegen einen Tarif mit 15 oder 20 Jahren Garantiezeit allein anhand der Monatsrente bewertet werden.

Neben der klassischen lebenslangen Sofortrente existieren Lösungen, bei denen Kapital ganz oder teilweise verfügbar bleibt. Auch eine befristete Rente über beispielsweise 20 Jahre kann eine Alternative sein. Sie schützt nicht lebenslang gegen das Langlebigkeitsrisiko, ermöglicht aber eine andere Verteilung des Kapitals. Welche Lösung passt, hängt von Familienvermögen, gesetzlicher Rente, Immobilien, Liquiditätsbedarf und gewünschtem Erbe ab.

Kosten der LV 1871 Sofortrente: Entscheidend ist die Leistung nach Kosten

Eine private Rentenversicherung enthält Abschluss-, Vertriebs- und Verwaltungskosten. Diese Kosten werden nicht zusätzlich von der ausgezahlten Monatsrente abgebucht, sondern sind bereits in der Kalkulation und damit in der angebotenen Rentenhöhe berücksichtigt. Der Kunde sieht deshalb vor allem das Ergebnis nach Kosten: die garantierte und die anfängliche Gesamtrente.

Der Geschäftsbericht 2025 weist für die LV 1871 eine Abschlusskostenquote von 4,2 Prozent und eine Verwaltungskostenquote von 1,8 Prozent aus. Das sind Kennzahlen des gesamten Versicherungsgeschäfts, keine persönliche Effektivkostenquote eines konkreten Sofortrentenangebots.[2] Ein Anbieter mit niedrigerer Kostenquote ist nicht automatisch besser, wenn er für dieselben 100.000 Euro eine geringere Rente zahlt. Umgekehrt kann ein Tarif mit rechnerisch höheren Kosten wirtschaftlich vorteilhafter sein, wenn Garantierente und Gesamtrente nach allen Kosten höher ausfallen und die gewünschte Absicherung enthalten.

Fordern Sie zusätzlich zu den Monatsrenten die Produktinformation und die Effektivkostenangaben an. Prüfen Sie, ob sich die Werte auf die gesamte Laufzeit, die Rentenphase oder nur auf bestimmte Kostenbestandteile beziehen. Kosten und Leistung gehören immer zusammen.

Steuer: Bei der privaten Leibrente zählt grundsätzlich der Ertragsanteil

Wird eine private Sofortrente aus bereits versteuertem, nicht gefördertem Kapital finanziert, ist grundsätzlich nicht die gesamte Monatsrente steuerpflichtig. Nach § 22 Einkommensteuergesetz wird nur der gesetzlich festgelegte Ertragsanteil mit dem persönlichen Einkommensteuersatz erfasst. Seine Höhe hängt vom Alter bei Rentenbeginn ab. Die LV 1871 nennt beispielhaft 20 Prozent bei Beginn mit 63 und 17 Prozent bei Beginn mit 67 Jahren.[1] [5]

Beispiel: Beginnt eine private lebenslange Rente mit 67 Jahren und beträgt die Monatszahlung 500 Euro, sind bei einem Ertragsanteil von 17 Prozent zunächst 85 Euro monatlich beziehungsweise 1.020 Euro jährlich steuerlich anzusetzen. Die konkrete Steuerbelastung hängt vom persönlichen Steuersatz, weiteren Einkünften und den jeweils geltenden Vorschriften ab. Das Beispiel ersetzt keine individuelle Steuerberatung.

Beispiel bei Rentenbeginn mit 67MonatlichJährlich
Ausgezahlte Rente500 Euro6.000 Euro
Ertragsanteil 17 Prozent85 Euro1.020 Euro
Nicht als Ertragsanteil angesetzter Teil415 Euro4.980 Euro

Finanzstärke: hohe Solvenzquote und Fitch-Rating A+

Eine Sofortrente kann mehrere Jahrzehnte laufen. Deshalb ist die finanzielle Tragfähigkeit des Versicherers relevant. Der Solvabilitätsbericht der LV 1871 weist für die Einzelgesellschaft zum 31. Dezember 2024 eine Solvenzquote von 716 Prozent ohne Hilfs- und Übergangsmaßnahmen aus. Die Quote zeigt, in welchem Verhältnis anrechenbare Eigenmittel zu den regulatorischen Kapitalanforderungen stehen. Sie ist keine Garantie für eine bestimmte Überschussentwicklung, belegt aber einen deutlichen Kapitalpuffer zum damaligen Stichtag.[4]

Fitch bestätigte im November 2025 das Insurer-Financial-Strength-Rating A+ mit stabilem Ausblick. Die Ratingagentur nennt sehr starke Kapitalisierung, ein starkes Unternehmensprofil und eine starke finanzielle Performance. Gleichzeitig verweist Fitch auf die gegenüber großen deutschen Wettbewerbern kleinere operative Größenordnung und einen relativ hohen Immobilienanteil. Ein Rating ist damit eine sachliche Zusatzinformation, ersetzt aber weder die Angebotsprüfung noch einen Leistungsvergleich.[7]

Bei Solvenzangaben ist der Rechtsträger wichtig. Die 716 Prozent beziehen sich auf die Lebensversicherung von 1871 a. G. München als Einzelgesellschaft. Eine von Fitch genannte Gruppenquote von 522 Prozent für Ende 2024 ist eine andere Kennzahl und darf nicht mit der Einzelgesellschaft vermischt werden.

Inflation: Eine lebenslange Rente garantiert Einkommen, nicht Kaufkraft

Auch eine garantierte Monatsrente verliert bei steigenden Preisen an realer Kaufkraft. Eine konstante Zahlung von 500 Euro entspricht bei einer durchschnittlichen Inflation von zwei Prozent nach zehn Jahren nur noch rund 410 Euro heutiger Kaufkraft, nach zwanzig Jahren rund 336 Euro. Die nominale Zahlung bleibt zwar gleich, aber sie kann weniger Waren und Dienstleistungen finanzieren.

Eine dynamische Rentenbezugsvariante kann diesen Effekt abmildern, wenn die Steigerungen tatsächlich erreicht werden. Ob und in welcher Höhe die Entwicklung garantiert ist, muss jedoch im Vorschlag stehen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, nur den sicheren Grundbedarf zu verrenten und einen zweiten Vermögensteil flexibel oder kapitalmarktnah anzulegen. So lassen sich Langlebigkeitsschutz und Inflationschance kombinieren.

Für wen die LV 1871 Sofortrente geeignet sein kann

Kann passen, wenn …

  • lebenslang planbares Zusatzeinkommen wichtiger ist als freier Kapitalzugriff,
  • gesetzliche und betriebliche Renten eine monatliche Versorgungslücke lassen,
  • ein Teil des Vermögens dauerhaft für regelmäßige Ausgaben reserviert werden soll,
  • eine unabhängige Prüfung der eXtra-Rente bei relevanten Vorerkrankungen sinnvoll erscheint,
  • ausreichende liquide Rücklagen außerhalb des Vertrags verbleiben.

Eher ungeeignet, wenn …

  • der Einmalbeitrag später wahrscheinlich wieder benötigt wird,
  • Kapital vollständig und flexibel vererbbar bleiben soll,
  • kurzfristige Renditemaximierung im Vordergrund steht,
  • keine separate Reserve für größere Ausgaben vorhanden ist,
  • Schwankungen akzeptiert werden und ein Entnahmeplan besser zur persönlichen Strategie passt.

Alternativen: Entnahmeplan, Kapitalverfügbarkeit und befristete Rente

Eine lebenslange Sofortrente ist kein Ersatz für jede Form der Geldanlage. Ein Entnahmeplan hält das Kapital grundsätzlich im eigenen Vermögen und erlaubt Anpassungen oder größere Auszahlungen. Dafür trägt der Anleger das Kapitalmarkt-, Reihenfolge- und Langlebigkeitsrisiko selbst. Bei ungünstiger Entwicklung oder zu hohen Entnahmen kann das Vermögen vor Lebensende aufgebraucht sein.

Zwischen vollständiger Verrentung und vollständiger Eigenverwaltung liegen Mischlösungen. Beispielsweise kann ein Teil des Kapitals eine sichere lebenslange Basisrente finanzieren, während ein anderer Teil liquide oder investiert bleibt. Daneben existieren Versicherungslösungen mit Kapitalverfügbarkeit sowie befristete Renten über einen festen Zeitraum, etwa 20 Jahre. Eine Zeitrente kann eine hohe planbare Auszahlung für einen bestimmten Lebensabschnitt liefern, schützt aber nicht darüber hinaus.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Vergleich von Sofortrente und Entnahmeplan. Entscheidend ist nicht, welches Produkt allgemein als besser gilt, sondern welche Risiken Sie abgeben und welche Flexibilität Sie behalten möchten.

Checkliste für einen fairen LV-1871-Vergleich

Ein Vergleich ist nur aussagekräftig, wenn alle Versicherer dieselben Vorgaben erhalten. Andernfalls entsteht eine Scheingenauigkeit: Eine höhere Monatsrente kann schlicht aus weniger Hinterbliebenenschutz, einem späteren Start oder einer anderen Überschussverwendung resultieren.

PrüfpunktWarum er wichtig ist
Identischer EinmalbeitragNur so sind Monatsrenten unmittelbar vergleichbar
Gleiches Geburtsdatum und gleicher RentenbeginnAlter und Startzeitpunkt beeinflussen die Kalkulation
GarantierenteZeigt die vertragliche Untergrenze
Gesamtrente im ersten JahrZeigt das voraussichtliche anfängliche Einkommen
RentenbezugsvarianteAnfangshöhe und spätere Entwicklung können abweichen
Rentengarantiezeit und TodesfallleistungMehr Hinterbliebenenschutz reduziert meist die eigene Rente
Kosten und EffektivkostenMüssen gemeinsam mit der Leistung nach Kosten bewertet werden
KapitalzugriffZeigt, ob spätere Entnahmen oder Kündigungsmöglichkeiten bestehen
eXtra-RenteAktuelle Verfügbarkeit und individuelle Mehrleistung schriftlich bestätigen

Fazit: LV 1871 nicht isoliert, sondern unter identischen Vorgaben prüfen

Die LV 1871 verbindet die klassische Idee einer sofort beginnenden lebenslangen Rente mit hoher ausgewiesener Finanzstärke und einer historisch besonderen eXtra-Renten-Option. Das macht den Anbieter prüfenswert, ersetzt aber nicht den Leistungsvergleich. Entscheidend sind die für Ihren Einmalbeitrag tatsächlich angebotene Garantierente, die Gesamtrente im ersten Jahr, die Rentenentwicklung, der Hinterbliebenenschutz und die verbleibende Liquidität.

Eine gute Entscheidung entsteht nicht aus einem einzelnen Prozentsatz. Sie entsteht aus vergleichbaren schriftlichen Vorschlägen und einer klaren Aufteilung des Vermögens: Welcher Teil soll lebenslang Einkommen sichern, welcher Teil soll verfügbar oder vererbbar bleiben und welcher Teil darf Renditechancen nutzen?

LV-1871-Angebot und Marktvergleich über Finanzmanager24

Übermitteln Sie Ihre Eckdaten im Formular auf dieser Seite. Wir lassen die LV-1871-Rente mit Garantierente und Gesamtrente im ersten Jahr berechnen, prüfen auf Wunsch die aktuelle eXtra-Renten-Möglichkeit und stellen passende Vergleichsangebote mit denselben Vorgaben gegenüber.

Wenn Sie sich anschließend für die LV 1871 entscheiden, begleiten wir Sie auch bei Antrag und Abschluss. Sie müssen keinen separaten Abschlussweg beim Versicherer suchen.

Persönliches Angebot anfordern

Häufige Fragen zur LV 1871 Sofortrente

Wie funktioniert die LV 1871 Sofortrente?

Ein Einmalbeitrag wird in eine grundsätzlich lebenslange Rente umgewandelt. Die Auszahlung beginnt zum vereinbarten Termin, häufig bereits im Monat nach Versicherungsbeginn. Höhe und Entwicklung hängen vom konkreten Angebot, dem Alter, der Zahlungsweise, dem Hinterbliebenenschutz und der gewählten Rentenbezugsvariante ab.

Was ist bei der LV 1871 Sofortrente garantiert?

Garantiert ist die im persönlichen Vorschlag ausdrücklich als Garantierente ausgewiesene lebenslange Leistung. Eine darüber hinaus genannte Gesamtrente kann nicht garantierte Überschussanteile enthalten und sich künftig verändern.

Warum sind Garantierente und Gesamtrente im ersten Jahr wichtig?

Die Garantierente zeigt die vertragliche Untergrenze. Die Gesamtrente im ersten Jahr zeigt die voraussichtliche anfängliche Auszahlung einschließlich aktueller Überschüsse. Für einen fairen Vergleich müssen beide Werte bei identischen Vorgaben gegenübergestellt werden.

Was bedeutet die LV-1871-Überschussbeteiligung 2026?

Die LV 1871 nennt für Neuverträge 2026 eine laufende Verzinsung von 2,7 Prozent und je nach Tarif eine Gesamtverzinsung von bis zu 3,6 Prozent. Diese Werte sind keine pauschal garantierte Kundenrendite und dürfen nicht mit der garantierten Monatsrente gleichgesetzt werden.

Was ist die LV-1871-eXtra-Rente?

Historische LV-1871-Unterlagen beschreiben eine Sofortrente, bei der eine individuelle Gesundheitsprüfung und eine statistisch verkürzte Lebenserwartung zu einer höheren garantierten Monatsrente führen konnten. Ob und zu welchen Bedingungen diese Variante 2026 verfügbar ist, muss im persönlichen Angebot bestätigt werden.

Ist der Einmalbeitrag bei der LV 1871 vererbbar?

Ohne vereinbarten Todesfallschutz endet die Rentenzahlung grundsätzlich mit dem Tod; das verrentete Kapital wird nicht automatisch vererbt. Eine Rentengarantiezeit oder andere Hinterbliebenenleistung kann Schutz schaffen, reduziert aber typischerweise die eigene Anfangsrente.

Kann der Einmalbeitrag später wieder entnommen werden?

Bei einer klassischen lebenslangen Sofortrente ist der verrentete Einmalbeitrag grundsätzlich nicht wie frei verfügbares Guthaben abrufbar. Wer Kapitalzugriff benötigt, sollte eine liquide Reserve, einen Entnahmeplan, eine Lösung mit Kapitalverfügbarkeit oder eine befristete Rente prüfen.

Welche Kosten fallen bei der LV 1871 Sofortrente an?

Abschluss-, Vertriebs- und Verwaltungskosten werden im persönlichen Vorschlag berücksichtigt und sind bereits in die ausgewiesene Rentenleistung eingerechnet. Deshalb ist die Rente nach Kosten entscheidender als eine isolierte Kostenquote.

Wie wird die private LV 1871 Sofortrente besteuert?

Bei einer privaten lebenslangen Leibrente aus nicht gefördertem Kapital wird grundsätzlich nur der gesetzliche Ertragsanteil mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert. Der Ertragsanteil richtet sich nach dem Alter bei Rentenbeginn.

Wie laufen Angebot und Abschluss über Finanzmanager24?

Sie übermitteln Ihre Eckdaten über das Anfrageformular. Finanzmanager24 lässt die LV-1871-Leistung mit Garantierente und Gesamtrente im ersten Jahr berechnen, stellt bei Bedarf Vergleichsangebote mit identischen Vorgaben gegenüber und begleitet bei Ihrer Entscheidung für die LV 1871 auch den Antrag und Abschluss.

Quellen und Datenstand

Produktmerkmale und Kennzahlen wurden aus offiziellen beziehungsweise unabhängigen Quellen zusammengestellt. Historische Broschüren sind ausdrücklich als solche gekennzeichnet. Datenstand: 21. Juli 2026.

  1. LV 1871: Sofortrente – Funktionsweise, Rentenvarianten und Steuer
  2. LV 1871: Finanzstärke und Geschäftsbericht 2025
  3. LV 1871: Überschussbeteiligung 2026
  4. LV 1871: Solvabilitäts- und Finanzbericht 2024
  5. § 22 Einkommensteuergesetz: Ertragsanteilsbesteuerung
  6. Historische LV-1871-Kundeninformation eXtra-Rente, Stand Januar 2015
  7. Fitch Ratings: LV 1871 A+ mit stabilem Ausblick, 6. November 2025