Kurz erklärt

Was ist ein Entnahmeplan?

Ein Entnahmeplan ist eine depotbasierte Auszahlungsstrategie: Aus einem angelegten Kapital werden regelmäßig Beträge entnommen, während das noch vorhandene Vermögen investiert bleibt. Ein Auszahlplan kann flexibel gestaltet werden, bietet aber weder eine garantierte Rendite noch automatisch eine lebenslange Zahlung.

Grundlagen

Wie funktionieren Entnahmeplan und Auszahlplan?

Die Begriffe Entnahmeplan und Auszahlplan werden häufig synonym verwendet. Gemeint ist eine Strategie, mit der ein vorhandenes Vermögen in regelmäßiges Einkommen umgewandelt wird. Entscheidend ist jedoch, wo das Kapital liegt und wie die Auszahlung finanziert wird. Bei einem Fonds- oder ETF-Entnahmeplan bleibt das Restvermögen am Kapitalmarkt investiert. Ein Bankauszahlplan arbeitet dagegen typischerweise mit einer vertraglich vereinbarten Laufzeit und Verzinsung. Eine Sofortrente überträgt das Kapital an einen Versicherer und kann dafür eine lebenslange Rente garantieren.

Beim depotbasierten Entnahmeplan werden zuerst Anlagebetrag, gewünschte Laufzeit, Risikobereitschaft und Liquiditätsbedarf festgelegt. Anschließend wird eine monatliche oder in einem anderen Rhythmus fällige Auszahlung eingerichtet. Erträge können die mögliche Auszahlung erhöhen oder die Laufzeit verlängern. Verluste, Kosten und Steuern wirken in die entgegengesetzte Richtung.

Die laufende Zahlung kann aus Ausschüttungen, einem vorhandenen Guthaben auf dem Verrechnungskonto und dem planmäßigen Verkauf von Fonds- oder ETF-Anteilen finanziert werden. Reichen Ausschüttungen und Liquidität nicht aus, müssen Anteile verkauft werden. Bei gefallenen Kursen sind für denselben Eurobetrag mehr Anteile nötig als bei hohen Kursen. Genau daraus entsteht das Reihenfolgerisiko. In der Praxis sollte deshalb nicht nur die anfängliche Monatsrate festgelegt werden. Ebenso wichtig sind eine ausreichende Liquiditätsreserve, Regeln für schwache Marktphasen und ein regelmäßiges Rebalancing der Anlage. Mindestens einmal im Jahr und nach größeren Veränderungen bei Einkommen, Ausgaben oder Märkten sollte geprüft werden, ob Auszahlung, Laufzeit und Risikostruktur noch zusammenpassen. Eine zeitweise reduzierte oder ausgesetzte Entnahme kann das Depot entlasten, garantiert den Kapitalerhalt aber nicht. Für die persönliche Planung zählt außerdem die reale Kaufkraft: Eine nominal gleichbleibende Zahlung kann bei Inflation von Jahr zu Jahr weniger finanzieren.

Wer das Prinzip zunächst ohne Produktvergleich vertiefen möchte, findet in unserer Einführung in den Entnahmeplan eine ergänzende Grundlagenübersicht.

Das Finanzmanager24-Modell

Flexibel entnehmen, Restkapital im persönlichen Depot halten

Der von Finanzmanager24 angebotene Entnahmeplan ist als flexible, kapitalmarktbasierte Alternative zur klassischen Sofortrente konzipiert. Die Entnahme kann laut Angebot während der Laufzeit angepasst oder pausiert werden. Teil- und Vollentnahmen sind kostenfrei möglich. Das ist besonders dann hilfreich, wenn sich Ausgaben, andere Einkünfte oder persönliche Ziele im Ruhestand verändern.

Entnahme anpassbar

Die regelmäßige Auszahlung kann geändert oder pausiert werden. Eine niedrigere Entnahme kann das Depot in schwachen Marktphasen entlasten.

Kapital verfügbar

Teil- und Vollentnahmen sind laut Angebot kostenfrei möglich. Jede zusätzliche Entnahme reduziert jedoch das investierte Vermögen und kann die künftige Auszahlung verkürzen.

Restkapital vererbbar

Im Todesfall geht das zu diesem Zeitpunkt noch vorhandene Depotvermögen an die Erben über. Eine bestimmte Erbsumme oder der Erhalt des ursprünglichen Kapitals ist nicht garantiert.

Separat berechnen

Entnahmeplan-Rechner für Kapitalverzehr oder Kapitalerhalt

Die Hauptseite zeigt bewusst nur ein transparentes Standardbeispiel. Individuelle Berechnungen gehören auf eine eigene Rechnerseite, auf der Anlagebetrag, Laufzeit und Renditeannahme verändert werden können. Ergebnisse sind Modellrechnungen und keine Rendite-, Auszahlungs- oder Steuerzusage.

Hinweis: Die bestehenden Rechnerseiten werden separat modernisiert. Bis dahin sind ihre Ergebnisse als vereinfachte Orientierung zu verstehen.

Modellrechnung

Wie viel Entnahme sind bei 100.000 Euro möglich?

Bei 20 Jahren Laufzeit und vollständigem modelliertem Kapitalverzehr ergeben sich in drei Szenarien monatlich rund 518, 616 oder 721 Euro. Die Unterschiede zeigen, wie stark eine angenommene Rendite die mögliche Auszahlung beeinflusst. Sie zeigen nicht, welche Rendite tatsächlich eintreten wird.

Startkapital100.000 €
Laufzeit20 Jahre
Auszahlungen240 monatlich
Laufende Kosten0,7 % p. a.

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Monatliche Entnahme bei 100.000 Euro Startkapital und 20 Jahren Laufzeit
Szenario Bruttomodellrendite p. a. Modellrendite nach Kosten p. a. Monatliche Entnahme Summe der Entnahmen
Konservatives Szenario 3,0 % 2,28 % 518,31 € 124.394,45 €
Moderates Szenario 5,0 % 4,27 % 615,97 € 147.833,33 €
Chancenorientiertes Szenario 7,0 % 6,26 % 721,27 € 173.103,97 €

Berechnung mit Auszahlung jeweils am Monatsende. Die laufenden Kosten von 0,7 Prozent pro Jahr setzen sich im Modell aus 0,5 Prozent Serviceentgelt und rund 0,2 Prozent Produktkosten zusammen. Steuern und Inflation sind in dieser vereinfachten Tabelle nicht abgezogen. Reale Marktverläufe schwanken und können das Kapital früher oder später aufzehren. Rundungsdifferenzen sind möglich.

Entnahmeplan-Vergleich

Entnahmeplan, Sofortrente oder Bankauszahlplan?

Keines der drei Modelle ist grundsätzlich überlegen. Der Entnahmeplan priorisiert Flexibilität und verfügbares Restkapital, die Sofortrente eine mögliche lebenslange Garantie und der Bankauszahlplan Planbarkeit über eine vereinbarte Laufzeit. Welche Lösung passt, hängt von Sicherheitsbedarf, Zeithorizont, Vermögenshöhe, Erbschaftswunsch und Risikotragfähigkeit ab.

Auf kleinen Bildschirmen Tabelle seitlich wischen

Die wichtigsten Unterschiede im Auszahlplan-Vergleich
Kriterium Fonds-/ETF-Entnahmeplan Sofortrente Bankauszahlplan
Auszahlungsdauer Von Entnahme, Rendite und Kapital abhängig Bei klassischer Leibrente lebenslang Meist vertraglich befristet
Zahlungsgarantie Keine automatische lebenslange Garantie Garantierente je nach Tarif lebenslang; Überschüsse können variieren Vereinbarte Rate und Laufzeit nach Vertrag
Kapitalzugriff Hoch; Teil- und Vollentnahmen möglich Nach Beginn häufig eingeschränkt; Kapitaloptionen sind tarifabhängig Je nach Vertrag begrenzt oder mit Nachteilen
Vererbbarkeit Vorhandenes Depotvermögen geht an die Erben Nur über vereinbarte Rentengarantie, Kapitalrückgewähr oder andere Todesfallleistung Vorhandenes Restguthaben nach Vertragsregeln
Wesentliches Risiko Kapitalmarkt-, Reihenfolge- und Langlebigkeitsrisiko Geringere Flexibilität; Bonität und Überschussentwicklung des Versicherers Inflation, Zinsniveau, Bankbonität und Wiederanlage
Inflationswirkung Renditechance kann helfen, ohne Kaufkrafterhalt zu garantieren Dynamik möglich, meist gegen niedrigere Anfangsrente Feste Zahlung verliert bei Inflation real an Kaufkraft
Steuerliche Grundlogik Investmenterträge, Vorabpauschale und realisierte Gewinne Bei privater Leibrente grundsätzlich Besteuerung des Ertragsanteils Zinserträge als Einkünfte aus Kapitalvermögen
Typische Stärke Flexibilität und verfügbares Restkapital Absicherung des Langlebigkeitsrisikos Einfache Planbarkeit ohne Börsenschwankung

Sofortrente fair vergleichen

Bei einem persönlichen Vergleich sollte neben der Garantierente immer auch die Gesamtrente im ersten Jahr ausgewiesen werden. Garantierte und nicht garantierte Bestandteile müssen getrennt erkennbar sein. Optionen wie Kapitalrückgewähr, Rentengarantiezeit oder Kapitalentnahme können Hinterbliebene und Flexibilität absichern, reduzieren aber häufig die anfängliche Rente. Weitere Grundlagen finden Sie im Bereich Sofortrente.

Strategie festlegen

Kapitalverzehr oder Kapitalerhalt?

Die zentrale strategische Entscheidung lautet, ob das Vermögen planmäßig aufgebraucht werden darf oder möglichst erhalten bleiben soll. Beide Varianten können sinnvoll sein. Sie führen jedoch zu deutlich unterschiedlichen Auszahlungen und Risiken.

Entnahmeplan mit Kapitalverzehr

Die Auszahlung wird so geplant, dass das Kapital über einen definierten Zeitraum verbraucht wird. Das erhöht die rechnerische Monatsrate. Bleibt die tatsächliche Rendite hinter der Annahme zurück, kann das Vermögen früher aufgebraucht sein. Eine regelmäßige Anpassung ist deshalb wesentlich.

Kapitalverzehr berechnen

Entnahmeplan mit Kapitalerhalt

Hier soll nur die modellierte Nettorendite entnommen werden. Das Kapital bleibt rechnerisch erhalten, wenn die Annahmen eintreten. Eine Garantie entsteht daraus nicht: Schwankungen, Inflation, Steuern und Kosten können den realen oder nominalen Kapitalwert trotzdem verringern.

Kapitalerhalt berechnen

Konditionen transparent einordnen

Was kostet der Finanzmanager24-Entnahmeplan?

Für eine kostengünstige Fonds- oder ETF-Variante nennt das Angebot 0,5 Prozent Serviceentgelt pro Jahr, Produktkosten von etwa 0,2 Prozent pro Jahr und keinen Ausgabeaufschlag. Die laufenden Kosten beziehen sich auf den jeweiligen Depotwert. Bei einem Entnahmeplan mit Kapitalverzehr sinkt dieser Wert im Modell im Zeitablauf, sofern Erträge und zusätzliche Einzahlungen den Verbrauch nicht ausgleichen.

Serviceentgelt0,5 % p. a.
Produktkostenca. 0,2 % p. a.bei passender kostengünstiger Auswahl
Ausgabeaufschlag0 %

Die konkrete Gesamtkostenbelastung hängt von der gewählten Fonds- oder ETF-Auswahl, der Depotlösung und dem persönlichen Angebot ab. Maßgeblich sind deshalb immer die aktuellen Kosteninformationen und Vertragsunterlagen. Die Beispielrechnung auf dieser Seite berücksichtigt die genannten 0,7 Prozent laufenden Kosten pro Jahr, aber keine darüber hinausgehenden individuellen Positionen.

Alternative Honorarvariante

Als alternatives Rechenbeispiel nennt die freigegebene Angebotsinformation 499 Euro Honorar pro Jahr, 350 Euro Depotgebühr pro Jahr und eine TER von 1,5 Prozent. Kickbacks von beispielhaft 0,5 Prozent werden mit der TER verrechnet. Diese Werte beschreiben eine Beispielvariante und keinen allgemeingültigen Tarif. Welches Kostenmodell günstiger ist, hängt insbesondere von Depotvolumen, Produktauswahl und Leistungsumfang ab.

Steuer-Kurzfassung

Wie wird ein Entnahmeplan besteuert?

Nicht die gesamte Auszahlung ist pauschal steuerpflichtig. Steuerlich relevant sind insbesondere Ausschüttungen, eine mögliche Vorabpauschale und realisierte Veräußerungsgewinne. Für Kapitalerträge gilt grundsätzlich ein Steuerabzug von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag; Kirchensteuer kann hinzukommen. Sparer-Pauschbetrag und Teilfreistellungen bestimmter Fondsarten können die Belastung reduzieren.

Welche Steuer tatsächlich anfällt, hängt unter anderem von Fondsart, Anschaffungsdaten, Gewinnanteil der verkauften Anteile, Freistellungsauftrag, Kirchensteuer und persönlicher Situation ab. Eine seriöse Entnahmeplanung behandelt deshalb nicht die komplette Auszahlung als Ertrag und ersetzt keine individuelle Steuerberatung.

Entscheidung mit beiden Seiten

Chancen und Risiken eines Entnahmeplans

Ein Entnahmeplan verbindet laufendes Einkommen mit Kapitalmarktanlage. Das schafft Chancen, verlangt aber mehr Steuerung als eine garantierte Versicherungsrente. Besonders wichtig ist das Reihenfolgerisiko: Treten starke Kursverluste früh in der Entnahmephase auf, müssen für dieselbe Auszahlung mehr Anteile verkauft werden. Dadurch steht weniger Kapital für eine spätere Erholung zur Verfügung.

Chancen

  • Entnahme kann an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.
  • Das noch vorhandene Vermögen bleibt im persönlichen Depot.
  • Kapitalmarkterträge können Laufzeit oder Auszahlung unterstützen.
  • Vorhandenes Restkapital kann an Erben übergehen.
  • Unterschiedliche Anlagestrategien erlauben eine individuelle Risikosteuerung.

Risiken

  • Rendite und Depotwert können deutlich schwanken.
  • Das Kapital kann bei zu hoher Entnahme vorzeitig aufgebraucht sein.
  • Inflation kann die reale Kaufkraft der Auszahlung verringern.
  • Kosten und Steuern reduzieren die verfügbare Nettorendite.
  • Eine lebenslange Zahlung ist ohne ergänzende Absicherung nicht garantiert.

Risikoreduktion bedeutet deshalb nicht Risikofreiheit. Eine breite Streuung über Anlageklassen, Regionen und Emittenten kann Einzelrisiken begrenzen. Sie verhindert aber keine allgemeinen Marktrückgänge. In der Praxis können ein Liquiditätspuffer, eine anpassbare Entnahmeregel und regelmäßige Überprüfungen helfen, auf schwache Marktphasen zu reagieren.

Marktumfeld

Zinsen und Inflation im Juli 2026

Seit dem 17. Juni 2026 liegt der Zinssatz der EZB-Einlagefazilität bei 2,25 Prozent. Die deutsche Inflationsrate betrug im Juni 2026 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Beide Werte zeigen, weshalb nominale Auszahlung und reale Kaufkraft getrennt betrachtet werden müssen.

Aus diesen Daten lässt sich keine künftige Fonds- oder ETF-Rendite ableiten. Auch die Szenarien von 3, 5 und 7 Prozent sind keine Prognosen, sondern Sensitivitätsrechnungen für unterschiedliche Kapitalmarktverläufe.

EZB-Einlagezins2,25 %seit 17.06.2026
Inflation Deutschland2,3 %Juni 2026 zum Vorjahr

Persönliche Eignung

Für wen eignet sich ein Entnahmeplan?

Ein Entnahmeplan kann geeignet sein, wenn Sie im Ruhestand regelmäßige Auszahlungen wünschen, zugleich aber über Ihr Restkapital verfügen möchten und Kursschwankungen tragen können. Er ist weniger passend, wenn eine lebenslange garantierte Zahlung ohne Kapitalmarktsteuerung oberste Priorität hat. Dann sollte eine Sofortrente oder eine Kombination mehrerer Bausteine geprüft werden.

Ein Entnahmeplan kann passen, wenn …

  • Sie Auszahlung und Kapitalzugriff flexibel halten möchten.
  • vorhandenes Restkapital vererbbar bleiben soll.
  • Sie einen mehrjährigen Anlagehorizont haben.
  • Sie Schwankungen akzeptieren und die Strategie überprüfen lassen.

Alternativen sind wichtiger, wenn …

  • Ihre Grundversorgung vollständig von der Auszahlung abhängt.
  • Sie keine zeitweisen Depotverluste tragen können.
  • eine lebenslange Garantie wichtiger ist als Kapitalzugriff.
  • Sie keine laufenden Anlageentscheidungen treffen möchten.

Vom Kapital zur passenden Auszahlung

So entsteht Ihr persönlicher Entnahmeplan-Vergleich

Ein belastbarer Vergleich beginnt nicht mit dem Produkt, sondern mit dem benötigten Einkommen und den bereits vorhandenen sicheren Einnahmen. Erst danach lässt sich entscheiden, welcher Anteil des Vermögens flexibel investiert bleiben kann und welcher Anteil gegebenenfalls für Garantien vorgesehen werden sollte.

1

Bedarf erfassen

Gewünschte Auszahlung, Laufzeit, Liquiditätsreserve, Erbschaftswunsch und Risikotoleranz werden festgelegt.

2

Szenarien rechnen

Mindestens drei Renditeannahmen zeigen, wie empfindlich Auszahlung und Restkapital auf Abweichungen reagieren.

3

Modelle vergleichen

Entnahmeplan, Sofortrente und Bankauszahlplan werden anhand derselben Ziele und nicht nur anhand einer Monatsrate bewertet.

4

Regelmäßig prüfen

Entnahme, Depotstruktur und Liquidität werden an Marktverlauf und Lebenssituation angepasst.

Persönlichen Entnahmeplan kostenlos anfordern

Auf der separaten Angebotsseite erfassen wir die Angaben, die für einen individuellen Vergleich erforderlich sind. Die Anfrage ist unverbindlich.

Zum Entnahmeplan-Angebot

Häufige Fragen

FAQ zum Entnahmeplan und Auszahlplan

Was ist ein Entnahmeplan?

Ein Entnahmeplan ist eine depotbasierte Auszahlungsstrategie. Aus einem angelegten Kapital werden regelmäßig Beträge entnommen, während das noch vorhandene Vermögen investiert bleibt. Auszahlung und Laufzeit hängen unter anderem von Rendite, Kosten, Steuern und Entnahmehöhe ab.

Sind Entnahmeplan und Auszahlplan dasselbe?

Die Begriffe Entnahmeplan und Auszahlplan werden häufig synonym verwendet. Entscheidend ist die konkrete Ausgestaltung: Ein Fonds- oder ETF-Entnahmeplan bleibt am Kapitalmarkt investiert, ein Bankauszahlplan arbeitet meist mit einer vereinbarten Verzinsung und Laufzeit.

Wie viel monatliche Entnahme sind bei 100.000 Euro möglich?

Bei 20 Jahren Laufzeit, vollständigem modelliertem Kapitalverzehr und 0,7 Prozent laufenden Kosten ergeben sich vor Steuern und Inflation rund 518 Euro bei 3 Prozent, 616 Euro bei 5 Prozent und 721 Euro bei 7 Prozent Bruttomodellrendite pro Monat. Die Werte sind Szenarien, keine Prognosen.

Wie lange reicht das Kapital im Entnahmeplan?

Die Reichweite des Kapitals hängt von Startkapital, Auszahlung, tatsächlicher Rendite, Kosten, Steuern und Inflation ab. Schwache Börsenjahre zu Beginn können die Laufzeit besonders belasten. Deshalb sollte die Entnahmerate regelmäßig überprüft werden.

Ist ein Entnahmeplan sicher?

Ein kapitalmarktbasierter Entnahmeplan bietet keine garantierte Rendite und in der Regel keine lebenslange Zahlungsgarantie. Diversifikation kann Risiken verteilen, Kursverluste aber nicht ausschließen. Wer eine garantierte lebenslange Zahlung priorisiert, sollte auch eine Sofortrente prüfen.

Kann die Auszahlung geändert oder pausiert werden?

Beim hier beschriebenen Finanzmanager24-Entnahmeplan kann die Entnahme laut Angebot angepasst oder pausiert werden. Teil- und Vollentnahmen sind kostenfrei möglich. Zusätzliche Entnahmen können jedoch die künftige Auszahlung und die Laufzeit des Kapitals verkürzen.

Ist das Vermögen aus einem Entnahmeplan vererbbar?

Das Vermögen liegt in einem persönlichen Depot. Im Todesfall geht das zu diesem Zeitpunkt noch vorhandene Depotvermögen an die Erben über. Weder das ursprüngliche Kapital noch eine bestimmte Erbsumme sind garantiert.

Was kostet der Finanzmanager24-Entnahmeplan?

Für eine kostengünstige Fonds- oder ETF-Variante nennt das Angebot 0,5 Prozent Serviceentgelt pro Jahr, Produktkosten von etwa 0,2 Prozent pro Jahr und keinen Ausgabeaufschlag. Die konkrete Kostenbelastung hängt von der gewählten Lösung und dem jeweiligen Depotwert ab.

Wie wird ein Entnahmeplan besteuert?

Nicht die gesamte Auszahlung ist pauschal steuerpflichtig. Steuerlich relevant sind insbesondere Ausschüttungen, Vorabpauschalen und realisierte Veräußerungsgewinne. Sparer-Pauschbetrag und mögliche Teilfreistellungen können die Belastung beeinflussen; die persönliche Situation ist entscheidend.

Was ist der Unterschied zwischen Entnahmeplan und Sofortrente?

Der Entnahmeplan lässt das Restkapital im persönlichen Depot und ist flexibel, trägt aber Kapitalmarktrisiken. Eine klassische Sofortrente kann lebenslang garantierte Zahlungen bieten, ist nach Rentenbeginn jedoch meist weniger flexibel. Tarifabhängig können Kapitalzugriff oder Todesfallleistungen vereinbart werden, was die Rentenhöhe beeinflussen kann.

Ist ein Entnahmeplan mit Kapitalerhalt möglich?

Kapitalerhalt kann als Modellziel geplant werden, indem nur die erwartete Nettorendite entnommen wird. Er ist jedoch nicht garantiert, weil Rendite, Kosten, Steuern und Inflation von der Modellannahme abweichen können.

Wo kann ich einen Entnahmeplan berechnen?

Die Hauptseite enthält bewusst nur eine transparente Beispielrechnung. Für individuelle Eingaben stehen separate Berechnungsseiten für Kapitalverzehr und Kapitalerhalt zur Verfügung. Das Ergebnis bleibt eine Modellrechnung und keine Auszahlungs- oder Renditezusage.

Transparenz und Aktualität

Fachlich geprüft und mit Primärquellen belegt

Fachredaktion Finanzmanager24
Redaktioneller Stand:

Die Angebotsmerkmale und Kosten beruhen ausschließlich auf der für diese Seite freigegebenen Finanzmanager24-Zusammenfassung. Steuer- und Marktdaten wurden anhand der folgenden amtlichen Quellen geprüft. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung.

  1. Europäische Zentralbank: Monetary policy decisions vom 11. Juni 2026
  2. Statistisches Bundesamt: Inflationsrate im Juni 2026 bei 2,3 Prozent
  3. Bundeszentralamt für Steuern: Kapitalertragsteuer
  4. Einkommensteuergesetz: § 20 Einkünfte aus Kapitalvermögen
  5. Investmentsteuergesetz: § 20 Teilfreistellung
  6. Bundesministerium der Finanzen: Basiszins zur Vorabpauschale 2026

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