Sofortrente news | Versicherungs-Schlussverkauf bevor die Unisex-Tarife kommen
Nach dem aktuellen EuGH-Urteil darf sich ab dem 21. Dezember 2011 das Geschlecht nicht mehr auf den Preis für eine Versicherung auswirken. Für die Versicherer bietet sich somit die einmalige Chance für längst überfällige Preisanpassungen und Schlussverkauf-Aktionen.

Nach dem aktuellen EuGH-Urteil darf sich ab dem 21. Dezember 2011 das Geschlecht nicht mehr auf den Preis für eine Versicherung auswirken. Für die Versicherer bietet sich somit die einmalige Chance für längst überfällige Preisanpassungen und Schlussverkauf-Aktionen.

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs dürfen Versicherer künftig keine Preisdifferenzierung zwischen Frauen und Männern vornehmen. Die Zeiten, in denen Frauen für ihre Kfz- oder Risikolebensversicherung weniger zahlen, aber bei der Kranken- oder Rentenversicherung deutlich tiefer als Männer in die Tasche greifen müssen, sind dann vorbei. Aktuare melden, dass das Preisniveau durch die Notwendigkeit erheblicher Risikozuschläge bei der Unisex-Tarifierung insgesamt steigen wird.

Kunden werden Verständnis für eine Preiserhöhung zeigen Da der erwartete Preisanstieg auf ein Gerichtsurteil zurückzuführen sein wird, werden Kunden erwartungsgemäß Verständnis dafür zeigen (müssen), künftig für ihre Versicherungen mehr zu zahlen. „Themen, die in der breiten Öffentlichkeit diskutiert werden und die auf ein Gesetz oder Urteil zurückzuführen sind, stoßen bei Kunden auf deutlich höhere Akzeptanz als es bei gewöhnlichen Preisanpassungen der Fall ist. Ein ähnliches Verhalten haben wir bereits bei der Anhebung der Mehrwertsteuer im Jahr 2007 beobachtet“, erklärt Michal Paluch, Senior Consultant bei der internationalen Strategie- und Pricingberatung Simon-Kucher & Partners.

Chancen schon vor der Umstellung nutzen Der Anpassungsprozess und die Festlegung des neuen Tarifniveaus ist dabei eine strategisch sehr wichtige Entscheidung eines jeden Unternehmens. „Versicherer sollten die historische Chance nutzen, Prämienniveaus zu korrigieren und die Fehler viel zu niedriger Prämien aus der Vergangenheit zu beheben. Die Erhöhungen können und sollten den Geschlechterausgleich durchaus an einigen Stellen überschreiten“, mahnt Dirk Schmidt-Gallas, verantwortlicher Partner für die weltweiten Versicherungsaktivitäten von Simon-Kucher. Aber auch schon vor der Umstellung am Jahresende lassen sich die neuen Unisex-Tarife vertriebsseitig bestens nutzen: „Bereits jetzt können Versicherer intensive Push-Kampagnen starten, um Kunden vor allem Produkte anzubieten, die schon im Dezember deutlich teurer werden. Wir erwarten vor allem einen Schlussverkauf für Frauen in der Risikolebensversicherung und für Männer in der Altersvorsorge“, so Schmidt-Gallas.

Quelle: Simon-Kucher & Partners, (2011)

 

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